Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2020 von Morgen & Morgen

Testergebnisse der Berufsunfähigkeitsversicherung für 2020

Bereits seit 25 Jahren führt das Beratungs- und Analysehaus Morgen & Morgen in jedem Jahr ein Rating zur Berufsunfähigkeitsversicherung durch. Im Test 2020 wurden 525 Tarife und Tarifkombinationen untersucht. Die Bestbewertung mit fünf Sternen wurde für 360 Tarife von 49 Anbietern vergeben. Die ausführlichen Testergebnisse können Sie am Ende des Artikels kostenlos runterladen.

Das Beratungs- und Analysehaus Morgen & Morgen führt bereits seit 2004 in jedem Jahr ein Rating zur Berufsunfähigkeitsversicherung durch. Im Laufe der Zeit wurde das Rating spezifiziert. Nunmehr handelt es sich um das Rating der 3. Generation. Im aktuellen Rating 2020 wurden 525 Tarife und Tarifkombinationen von 66 Anbietern
getestet. Mit 360 Tarifen von 49 Anbietern, die eine Bestbewertung von 5 Sternen erhielten, ist das Ergebnis überwältigend.

Kriterien für das aktuelle BU Rating

Das Rating der Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt nach vier Komponenten, die unterschiedlich gewichtet werden:#

  1. Berufsunfähigkeits-Bedingungen zu 40 Prozent, die Tarifvariante wird anhand von 28 Leistungsfragen bewertet#
  2. Berufsunfähigkeits-Kompetenz zu 30 Prozent, setzt sich aus den Teilkomponenten Berufsunfähigkeits-Erfahrung zu 10 Prozent, Berufsunfähigkeits-Bestand zu 30 Prozent, Berufsunfähigkeits-Prozesse zu 10 Prozent, Berufsunfähigkeits-Leistungsfallprüfung zu 30 Prozent und Berufsunfähigkeits-Antragsprüfung zu 20 Prozent zusammen
  3. Berufsunfähigkeits-Beitragsstabilität zu 20 Prozent mit den Teilkomponenten Überschusssenkungen zu 25 Prozent, Aktionen zu 15 Prozent, Brutto-Netto-Spreizung zu 20 Prozent, Querverrechnung zu 15 Prozent, Bilanzen zu 15 Prozent und Solvency II zu 10 Prozent
  4. Berufsunfähigkeits-Antragsfragen zu 10 Prozent mit den Teilkomponenten Hinweise und Informationen für Versicherungsnehmer zu einem Sechstel, Klarheit der Fragestellung zu einem Sechstel, Zeitliche Befristung der Fragestellung zu einem Drittel sowie Konsequenz der Fragestellung zu einem Sechstel. Punktabzug erfolgt durch abzuwertende Besonderheiten.

Die einzelnen Teilkomponenten innerhalb der Testkomponenten werden anhand einer Skala mit Sternen bewertet:

  • 1 Stern: sehr schwach
  • 2 Sterne: schwach
  • 3 Sterne: durchschnittlich
  • 4 Sterne: sehr gut
  • 5 Sterne: ausgezeichnet

Überblick der Testergebnisse der Berufsunfähigkeitsversicherungen 2020

Das Rating brachte erstaunlich gute Ergebnisse. Für 525 Tarife und Tarifkombinationen von 66 Anbietern wurden folgende Bewertungen vergeben:#

  • 360 Tarife mit der Bestbewertung von 5 Sternen
  • 55 Tarife mit 4 Sternen
  • 73 Tarife mit 3 Sternen
  • 23 Tarife mit 2 Sternen
  • 14 Tarife mit 1 Stern
Nicht alle Tarife, die mit insgesamt 5 Sternen bewertet wurden, konnten in jeder der vier Komponenten 5 Sterne erzielen. Eine Top-Bewertung mit 5 Sternen in allen Komponenten erhielten lediglich einige Tarife der Allianz, der KlinikRente Allianz, der R+V und der Zurich Deutscher Herold. Kleine Abstriche gibt es in der Beitragsstabilität und der Kompetenz.
Auch schlechte Bewertungen dabei:
Die schlechteste Bewertung mit nur einem Stern ging an sechs Tarife der Bayerischen, einen Tarif der InterRisk, drei Tarife der Mecklenburgischen, einen Tarif des Münchener Vereins sowie drei Tarife der Württembergischen

Weitere Untersuchungen beim Rating

Im Rating von Morgen & Morgen 2020 wurden nicht nur die Tarife der verschiedenen Versicherungsgesellschaften genauer unter die Lupe genommen. Die Agentur untersuchte auch die Ursachen für die Berufsunfähigkeit. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

  • Nervenkrankheiten mit 32,66 Prozent
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats mit 19,65 Prozent
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste mit 16,08 Prozent
  • Unfälle mit 8,60 Prozent
  • Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems mit 6,98 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen mit 16 Prozent

Die verschiedenen Ursachen wurden auf ihre Verteilung nach Altersstufen untersucht. Dabei wurden drei Altersstufen untersucht. In den verschiedenen Altersstufen verteilen sich die Ursachen folgendermaßen:

Altersstufe bis 40 Jahre

  • Nervenkrankheiten 33,39 Prozent
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates 18,11 Prozent
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste 14,15 Prozent
  • Unfälle 14,14 Prozent
  • Erkrankungen von Herz und Gefäßsystem 3,74 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen 16,45 Prozent

Altersstufe von 41 bis 50 Jahren

  • Nervenkrankheiten 34,40 Prozent
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates 19,11 Prozent
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste 17,38 Prozent
  • Unfälle 7,29 Prozent
  • Erkrankungen von Herz und Gefäßsystem 6,35 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen 15,49 Prozent

Altersstufe ab 51 Jahren

  • Nervenkrankheiten 31,55 Prozent
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates 20,26 Prozent
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste 16,19 Prozent
  • Unfälle 5,18 Prozent
  • Erkrankungen von Herz und Gefäßsystem 3,749,63 Prozent
  • Sonstige Erkrankungen 17,19 Prozent

Die genauen Ergebnisse können über die Webseite von Morgen & Morgen kostenlos heruntergeladen werden.


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Berufsunfähigkeitsversicherung & Coronavirus: Was bringt die Infektionsklausel?

Frau mit Mundschutz

Angesichts der Corona-Krise steht der Infektionsschutz im Vordergrund. Viele Unternehmen haben für ihre Mitarbeiter bereits Kurzarbeit angemeldet oder lassen ihre Mitarbeiter im Home-Office arbeiten, um Infektionen zu vermeiden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn der Versicherte seinen Beruf aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls über längere Zeit nicht ausüben kann. Eine Infektion führt nicht zu einem Leistungsanspruch. Damit der Versicherte auch bei einer Infektion Leistungen erhält, muss eine Infektionsklausel vereinbart werden.

Typischer Leistungsumfang in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine vereinbarte monatliche Rente, wenn der Versicherte seinen Beruf aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls nicht mehr ausüben kann. Die Leistungsfähigkeit des Versicherten muss zu mindestens 50 Prozent eingeschränkt sein. Typische Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind

  • zu 32 Prozent psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten
  • zu 21 Prozent Erkrankungen von Skelett und Bewegungsapparat
  • zu 16 Prozent sonstige Erkrankungen
  • zu 15 Prozent Krebs
  • zu 9 Prozent Unfälle
  • zu 7 Prozent Herz- und Kreislauferkrankungen.

Bei der Zahlung der vereinbarten Berufsunfähigkeitsrente spielt das zuletzt im Beruf erzielte Einkommen keine Rolle. Der Versicherte kann mit Leistungen rechnen, wenn er mindestens sechs Monate lang krankgeschrieben ist.

Infiziert sich der Versicherte oder darf er aufgrund behördlicher Bestimmungen zum Infektionsschutz seinen Beruf vorübergehend nicht ausüben, bestehen in der Regel keine Ansprüche auf Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Nur dann, wenn der Versicherte infolge der Infektion dauerhaft so stark in seiner Leistung beeinträchtigt ist, dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Noch ist nicht erforscht, ob das Corona-Virus zu Langzeitfolgen führen kann. Einige Ärzte halten Langzeitfolgen für die Infizierten für möglich. Ist ein Infizierter durch die Langzeitfolgen so stark geschädigt, dass er nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann, hat er Ansprüche auf ein Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Was passiert bei einer Infektion?

Die Zahl der Infizierten mit dem Corona-Virus in Deutschland wird immer größer. Nicht jeder Infizierte ist tatsächlich in seiner Leistung eingeschränkt. Einige Infizierte merken nicht einmal, dass sie sich infiziert haben. Sie können das Virus jedoch durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion auf andere Menschen übertragen. In verschiedenen Berufsgruppen dürfen die Infizierten ihren Beruf aufgrund des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr ausüben. Das betrifft meldepflichtige Infektionskrankheiten wie Corona, Masern, Hepatitis C, Malaria oder Salmonellen. Führt das Tätigkeitsverbot zu Einkommenseinschränkungen, hat der Infizierte Anspruch auf eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz. Er bekommt in den ersten sechs Wochen eine Entschädigung in der vollen Höhe des Verdienstausfalls. Ab der siebten Woche wird eine Entschädigung gezahlt, die so hoch wie das Krankengeld ist. Das ist erheblich niedriger als das Nettoeinkommen.

Inhalt der Infektionsklausel bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Damit Versicherte, die mit COVID-19 infiziert sind und aufgrund behördlicher Bestimmungen nicht in ihrem Beruf arbeiten können, Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten können, muss eine Infektionsklausel in der Police enthalten sein.

Bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften unterscheiden sich die Bedingungen, damit die Infektionsklausel bei einem behördlichen Tätigkeitsverbot aufgrund einer Infektion greift. Die Infektionsklausel greift oft nur für bestimmte Berufsgruppen wie Ärzte, Zahnärzte, Alten- oder Krankenpfleger, während Mitarbeiter in der Gastronomie, Bäcker oder Metzger leer ausgehen, wenn sie aufgrund einer Infektion und einer behördlichen Auflage ihren Beruf nicht ausüben dürfen.

Nicht immer wird aufgrund einer Infektion mit Corona ein behördliches Tätigkeitsverbot erteilt. In verschiedenen Einrichtungen oder Unternehmen wurde aufgrund der aktuellen Situation ein Hygieneplan erstellt. Im Hygieneplan ist festgelegt, welche beruflichen Tätigkeiten die Infizierten noch ausüben dürfen. Liegt kein behördliches Verbot, sondern nur ein Hygieneplan vor, greift die Infektionsklausel der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht immer.

Aufgrund einer COVID-19-Infektion muss nicht immer ein vollständiges Berufsverbot gelten. Ein infizierter Arzt kann beispielsweise noch im Home-Office arbeiten und Gutachten schreiben oder Hygienepläne erstellen, wenn er über eine entsprechende Weiterbildung verfügt. Bei einem teilweisen Berufsverbot leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht immer, wenn eine Infektionsklausel vereinbart wurde.

Fazit: Infektionsklausel ist schwammig

Infizierte mit dem Corona-Virus sind teilweise noch in der Lage, ihren Beruf auszuüben. Sie dürfen das jedoch aufgrund behördlicher Regelungen oder eines Hygieneplans oft nicht. Die Berufsunfähigkeitsversicherung erbringt für die Betroffenen nur dann Leistungen, wenn eine Infektionsklausel vereinbart wurde. Die Regelungen, wann die Infektionsklausel greift, sind bei den verschiedenen Versicherungsgesellschaften unterschiedlich. Am Ende muss man sich immer Fragen, wie wahrscheinlich solch ein Fall ist und wie hoch der monatliche Aufpreis ist, für einen Tarif mit der Infektionsklausel bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Berufsunfähigkeit durch Depression: Auch in 2020 über 30% der Anträge auf Berufsunfähigkeit?

Berufsunfähigkeitsversicherung für Mann mit Depression

An erster Stelle bei der Berufsunfähigkeit stehen Depressionen und Burnout. Sie werden immer häufiger, da sich die Anforderungen in der Arbeitswelt verändert haben. Arbeitende Menschen stehen immer stärker unter Leistungsdruck. Burnout ist nicht nur eine Erkrankung von Führungskräften. Beschäftigte in allen Schichten und Berufsgruppen sind betroffen.

Wie häufig kommt es zu Berufsunfähigkeit durch Depressionen?

Das Thema Depressionen wird immer brisanter. Mehr als 31 Prozent der Anträge auf eine Berufsunfähigkeitsrente sind auf psychische Erkrankungen zurückzuführen, zu denen Depressionen und Burnout zählen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in diesem Fall einspringen, doch werden Depressionen vom Versicherer oft nicht als schwere Krankheit anerkannt.

Mediziner und Psychotherapeuten gehen davon aus, dass etwa jeder vierte Deutsche im Laufe seines Lebens mindestens einmal an Depressionen erkrankt. Schlimmstenfalls können die Betroffenen ihren Alltag nicht mehr ohne Hilfe meistern. Ungefähr ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer beantragt eine Berufsunfähigkeitsrente aufgrund einer psychischen Erkrankung. Die Dunkelziffer könnte noch höher sein.

Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Die Gründe für die Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente sind folgendermaßen verteilt:

  • psychische Erkrankungen und Nervenkrankheiten 31,5 Prozent
  • Erkrankungen von Skelett und Bewegungsapparat 21 Prozent
  • Krebs und andere bösartige Geschwülste 15,5 Prozent
  • Unfälle 9 Prozent
  • Herz- und Gefäßkrankheiten 7,3 Prozent
  • sonstige Erkrankungen 15,7 Prozent.

Hilft eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depressionen oder Burnout?

Jeder, der im Berufsleben steht, sollte sich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll ist, die eigene Arbeitskraft durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Verliert der Versicherte seine Leistungsfähigkeit und kann er in seinem zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten, tritt die Berufsunfähigkeitsversicherung ein und zahlt eine Berufsunfähigkeitsrente. Die Leistungen der Versicherungsgesellschaften in der Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheiden sich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll, doch lohnt sich ein Vergleich der Versicherer.

Aufgrund des hohen Leistungsdrucks und der ständigen Erreichbarkeit sind immer häufiger jüngere Arbeitnehmer von Depressionen und Burnout betroffen. Daher ist gerade für sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll und wichtig. Da psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch sind, steigt das Risiko für die Versicherer. Die Versicherung kann bei Depressionen und Burnout einspringen und im Leistungsfall eine Rente zahlen. Da sie bei Versicherten, die bereits in der Vergangenheit psychisch erkrankt waren, ein höheres Risiko eingehen muss, wird sie sehr genau prüfen, ob der Antrag auf eine Leistung berechtigt ist.

Grundsätzlich ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine sehr nützliche und wichtige Absicherung der Arbeitskraft. Sie tritt nicht nur bei Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, sondern auch bei anderen schwerwiegenden Krankheiten ein.

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Rente?
Eine Berufsunfähigkeitsrente wird gezahlt, wenn der Versicherte mindestens zu 50 Prozent seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Versicherte muss mindestens die Hälfte seiner Leistungsfähigkeit verloren haben, wichtige Tätigkeiten in seinem Beruf nicht mehr ausüben können oder nur noch wenige Stunden am Tag arbeiten können.
Um das nachzuweisen, muss der Versicherte ein ärztliches Attest vorweisen.

Wann leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depressionen nicht?

Auch wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung sie vor den größten Risiken schützen soll, leistet sie nicht immer bei Depressionen. Für die Versicherten ist der Antrag auf Leistungen aufgrund einer psychischen Störung oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Für ein Gutachten brauchen Psychotherapeuten Zeit. Es wird daher schwierig, den Versicherer vom Leistungsfall zu überzeugen.

Die Versicherung leistet nicht, wenn die Ausfallquote weniger als 50 Prozent der Arbeitszeit abdeckt und der Versicherte nicht mindestens ein halbes Jahr lang ausfällt. Psychotherapeutische Behandlungen können solche Anforderungen nur bedingt messen. Um auf der sicheren Seite zu sein und ihr Recht auf eine Berufsunfähigkeitsrente durchzusetzen, sollten Versicherte einen Anwalt einschalten, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Er kann helfen, wenn sich die Versicherungsgesellschaft weigert, eine Leistung zu erbringen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung leistet erst, wenn der Versicherte bei einer psychischen Erkrankung die entsprechenden Nachweise erbringt, um Leistungen zu erhalten:

  • Bescheinigungen der behandelnden Ärzte
  • Gutachten des Therapeuten
  • schriftliche Einschätzung des Therapeuten und der behandelnden Ärzte.

Versicherte sollten sich grundsätzlich alles schriftlich attestieren lassen, was ihre psychische Erkrankung betrifft.

Wann kann die Versicherung die Leistung ablehnen?

Eine Versicherungsgesellschaft kann die Leistung ablehnen, wenn der Nachweis der Berufsunfähigkeit nicht schnell genug oder nicht in ausreichend dringendem Maße nachgewiesen werden kann. Oft tut sich ein Gutachter schwer, eine Ausfallquote von mehr als 50 Prozent der Leistungsfähigkeit zu attestieren.

Unterlagen zur Prüfung der Berufsunfähigkeit werden von den Versicherern oft nur schrittweise angefordert. Für die Versicherten zieht sich das Gutachten in die Länge und ist mit langen Wartezeiten verbunden. Wird die Berufsunfähigkeit erst nach einem Jahr geprüft, kann die Behandlung bereits abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass die Versicherungsgesellschaft dann keine Gründe für die Anerkennung einer Berufsunfähigkeit mehr sieht.

Die Versicherer gehen häufig davon aus, dass die Beschwerden einer Berufsunfähigkeit innerhalb weniger Monate gelindert werden können. Bei Depressionen kann es immer wieder zu Beschwerden kommen, auch wenn die Behandlung bereits abgeschlossen ist. Schwere psychische Störungen begleiten die Betroffenen oft über mehrere Jahre. Sollten Sie aber für einen von der Versicherung definierten Zeitraum aufgrund einer Depression ausfallen, können Sie sicher mit der Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen.

Greift die Berufsunfähigkeitsversicherung bei Burnout?
Bei einem Burnout kann die Versicherungsgesellschaft die Leistung verweigern. Auch wenn der Burnout häufig durch eine starke Belastung im Beruf entsteht, ist ein Burnout keine definierte Krankheit. Vielmehr wird er als Zustand einer extremen Erschöpfung der Betroffenen betrachtet.

Tipp: Auf abstrakte Verweisung achten

Verbraucher, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, sollten beim Vergleich der Versicherer auf eine abstrakte Verweisung achten. Bei einer abstrakten Verweisung spricht die Versicherungsgesellschaft dem Versicherten erst dann die Leistung zu, wenn er aufgrund seiner Erkrankung auch keine andere Tätigkeit ausüben kann.

Eine abstrakte Verweisung kann zu zusätzlichen Beschwerden führen, wenn der Versicherte in seiner neuen Tätigkeit weitere psychische Belastungen erleidet. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sinnvoll, wenn der Versicherer auf die abstrakte Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung verzichtet.

Kann ein Verbraucher auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, wenn er bereits unter Depressionen leidet?

In jedem Fall ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, auch wenn der Verbraucher bereits unter Depressionen leidet. Eine Berufsunfähigkeit kann aufgrund vielfältiger Erkrankungen oder von Unfällen eintreten. Vorerkrankungen und akute Erkrankungen spielen beim Versicherungsabschluss eine wichtige Rolle und können sich auf die Höhe der Prämien auswirken. Vor dem Abschluss der Versicherung muss der Antragsteller Gesundheitsfragen beantworten und Angaben über die behandelnden Ärzte machen. Die Versicherungsgesellschaft hat das Recht, die behandelnden Ärzte über den Gesundheitszustand und die Risiken für eine erneute Erkrankung sowie eine mögliche Berufsunfähigkeit zu befragen. Liegt bereits eine Depression vor, hat der Versicherer beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zwei Möglichkeiten:

Leistungsausschlüsse in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Der Versicherer kann dem Versicherten grundsätzlich Leistungen bei einer Berufsunfähigkeit in Aussicht stellen. Er kann jedoch Leistungen bei bestimmten Erkrankungen wie Depressionen ausschließen. Erkrankt ein Versicherter, der unter Depressionen leidet, beispielsweise an Krebs und wird er berufsunfähig, erhält er eine Berufsunfähigkeitsrente.

Er geht jedoch leer aus, wenn er aufgrund von Depressionen berufsunfähig wird. Die ausgeschlossene Krankheit wird im Fall einer Berufsunfähigkeit nicht als Leistungsfall anerkannt. Will der Versicherte einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente aufgrund von Depressionen stellen, wird der Antrag abgelehnt. Trotzdem kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Die Prämien werden durch Leistungsausschlüsse für den Versicherten nicht erhöht.

Risikozuschlag für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Ein Risikozuschlag ist eine Alternative zum Leistungsausschluss. Die Versicherungsgesellschaft kann Leistungen auch beim Eintritt einer Berufsunfähigkeit durch Depressionen gewähren. Da das Risiko für eine Berufsunfähigkeit aufgrund einer bereits bestehenden Depression höher ist, erhebt die Versicherungsgesellschaft einen Risikozuschlag. Der Versicherte muss höhere Prämien zahlen, wenn er bereits unter Depressionen leidet und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung und wovon ist das abhängig?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind abhängig vom ausgeübten Beruf und weiteren Kriterien. Es spielt bei der Berufsunfähigkeit keine Rolle, aus welchem Grund der Versicherte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Auch Depressionen und andere psychische Erkrankungen können für eine Berufsunfähigkeit anerkannt werden. Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kostet, ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • vereinbarte monatliche Rente bei Berufsunfähigkeit
  • Eintrittsalter des Versicherten (je höher, desto teurer)
  • ausgeübter Beruf des Versicherten – ein Beruf mit erhöhter Unfallgefahr oder größerem Krankheitsrisiko führt zu höheren Prämien
  • riskante Hobbys des Versicherten erhöhen den Beitrag
  • Vorerkrankungen des Versicherten.
Achtung: Vorerkrankungen müssen wahrheitsgemäß angegeben werden
Vorerkrankungen zu verschweigen kann schwerwiegende Folgen haben. Bereits vor dem Vertragsabschluss kann der Versicherer prüfen, ob die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantwortet wurden. Kommt es zum Leistungsfall, kann der Versicherer nachforschen, ob bereits Vorerkrankungen vorlagen. Sollten Sie dabei wissentlich falsche Angaben gemacht haben, leistet die Versicherungsgesellschaft im Schadensfall nicht. Liegen Vorerkrankungen vor, kann der Verbraucher eine Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern stellen und dann die Konditionen vergleichen. 

Die monatliche Berufsunfähigkeitsrente sollte so hoch beantragt werden, dass der Versicherte in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und einen angemessenen Lebensstandard auch bei Berufsunfähigkeit zu führen.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb wichtig, damit man im Falle einer Berufsunfähigkeit keine bzw. weniger Abstriche beim Lebensstandard machen muss.

Will der Versicherte seinen Ehepartner und die Kinder für den Fall seines Todes absichern, können die Prämien entsprechend höher ausfallen. Sinnvoller ist in diesem Fall eine Risikolebensversicherung, die zusätzlich zur Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann.

Was wird im Leistungsfall ausgezahlt?

Berufsunfähigkeitsversicherung und Rechtsstreit
Es kann unter Umständen hilfreich sein, im Leistungsfall bei Berufsunfähigkeit, bzw. wenn es dabei zu Problemen kommt, einen Anwalt zu Rate zu ziehen.

Im Leistungsfall erhält der Versicherte die vereinbarte monatliche Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Diese können Sie bei Vertragsabschluss bestimmen bzw. wählen. Voraussetzung dafür ist, dass er seinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann. Die Berufsunfähigkeitsrente kann befristet gezahlt werden, wenn die Arbeitsfähigkeit nicht dauerhaft eingeschränkt ist.

Wann darf die Versicherungsgesellschaft die Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung wieder einstellen?

Der Versicherer kann jedoch bei Depressionen die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung wieder einstellen, wenn sich der Gesundheitszustand des Versicherten wieder bessert. Der Versicherte muss ein Nachprüfungsverfahren vornehmen und dem Versicherten schriftlich mitteilen, warum er seine Leistungen einstellt. Er muss dem Versicherten eine nachvollziehbare Begründung liefern. Der Versicherte muss abschätzen können, ob die Prozesskosten bei einem Widerspruch gegen die Leistungseinstellung in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Fazit zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei Depressionen

Depressionen und Burnout treten immer häufiger auf und betreffen Beschäftigte aller Berufsgruppen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung übernimmt im Schadensfall das Risiko und zahlt eine monatliche Rente an den Versicherten. Das Risiko für den Leistungsfall bei Depressionen ist hoch. Auch dann, wenn bereits Depressionen vorliegen, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden. Der Versicherer kann Leistungsausschlüsse vornehmen oder einen Risikozuschlag erheben. In einem Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen stellt man am ehesten fest, ob und in welchem Rahmen sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung für die individuellen Bedürfnisse eignet. Es sollten aber potentielle Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung geprüft werden.


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Berufsunfähigkeitsversicherung muss auch bei Burn-out zahlen

Frau hat Kopfschmerzen

Psychische Leiden werden von vielen Versicherern nicht als Ursache einer Berufsunfähigkeit anerkannt. Doch nicht selten haben auch Kunden mit Depressionen oder Burn-out einen Anspruch auf Leistungen aus ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung. Das berichtet das Portal anwalt.de unter Berufung auf ein Urteil des Landgerichts München I. Eine pauschale Aussagekraft hat der Richterspruch aber nicht. Entscheidend sind im Einzelfall immer die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Bekanntermaßen zahlen Berufsunfähigkeitsversicherungsanbieter erst, wenn der Kunde 50 Prozent seiner Arbeitsfähigkeit verloren hat. Ein entsprechender Nachweis fällt bei körperlichen Beschwerden deutlich leichter als bei psychischen Leiden. Die Anerkennung wird bei einem Burn-out zusätzlich dadurch erschwert, dass die Symptome nicht als Krankheit eingestuft werden. Bei dem Zustand der völligen Erschöpfung handelt es sich vielmehr um ein Problem der Lebensbewältigung. Die Folge: Viele Versicherer verweigern bei einem Burn-out die Zahlung. Das ist aber oftmals nicht rechtmäßig. So kann ein Burn-out sehr wohl unter die Definition einer Krankheit fallen, wie sie viele Versicherer festlegen. Denn unter diesen Begriff fallen alle psychischen und physischen Zustände, die so stark vom Normalzustand abweichen, dass sie die Berufsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen oder gar komplett ausschließen können.

Landgericht München gibt Burn-out Betroffenem Recht

Das belegt der Richterspruch des Landgerichts München I (v. 22.03.2006, Az.: 25 = 19698/03). Zwar liegt das Urteil einige Jahre zurück, jedoch ist es aktuell weiterhin äußerst relevant. Psychische Erkrankungen führen immer häufiger zu einem vorzeitigen Abschied aus dem Arbeitsleben und mittlerweile sogar häufiger verantwortlich als chronische Rückenbeschwerden. In dem konkreten Fall hatte ein selbstständiger Finanzberater vor dem Münchener Landgericht geklagt, weil sein Versicherer ihm die Zahlung verweigerte. Nach mehr als 50 Stunden Arbeit in der Woche und rund 200 bearbeiteten Anrufen pro Arbeitstag fühlte sich der Mann ausgebrannt und litt an einer Persönlichkeitsstörung und Angstzuständen.Ein vom Gericht beauftragter Gutachter stellte schließlich eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit fest, die letztendlich den Ausschlag gab, dass der Fall für den Verbraucher entschieden wurde. Weiterhin sprach für den Kläger, dass eine Umorganisation der Arbeit, die es ihm ermöglicht hätte, die Tätigkeit in verringertem Umfang weiterzuführen, ausgeschlossen werden konnte. Auch kam es ihm zu Gute, dass die Krankschreibung über einen dauerhaften Zeitraum von mehr als sechs Monaten attestiert und durch eine ärztliches Gutachten gestützt wurde.

Entscheidung hängt stark von den Unternehmen ab

In anderen Fällen kann die Entscheidung jedoch auch zu Ungusten des Verbrauchers ausfallen. Die allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung haben keine generelle Verbindlichkeit, stattdessen sind die Versicherungsbedingungen des einzelnen Unternehmens ausschlaggebend. Ob der Kunde bei einem Burn-out Zahlungen erhält, ist daher in großem Maße von den Regelungen seines Versicherers abhängig. Insofern ist es umso wichtiger, im Vorfeld durch gezielte Information verbraucherfreundliche Angebote zu erkennen.

Der Gang vor das Gericht ist im Streitfall nicht die einzige Möglichkeit. Das finanzielle Risiko einer Niederlage ist nicht zu unterschätzen. Verbraucherschützer wie die Stiftung Warentest raten daher dazu, zunächst die unabhängige und unverbindliche Schlichtungsstelle Versicherungsombudmann in Anspruch zu nehmen. Für Verbraucher ist dieser Dienst kostenlos und bei einem negativen Entscheid des Experten steht immer noch der Gang vor das Gericht offen. Fällt das Gutachten zugunsten des Kunden aus, kann das Unternehmen nur gerichtlich dagegen vorgehen, wenn die streitbare Summe 10.000 Euro übersteigt.
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Die besten Berufsunfähigkeitsversicherer aus Maklersicht Februar 2019

Familie sucht im Netz nach Berufsunafähigkeitsversicherung

Die Versicherungs-Makler-Genossenschaft e.G. (Vema) hat im Februar 2019 die Ergebnisse einer Qualitätsumfrage veröffentlicht. Knapp 3.000 Partnerbetriebe wurden gebeten, die Qualität von Anbietern biometrischer Versicherungen zu beurteilen. Ermittelt wurden die besten Anbieter von Berufsunfähigkeits,- Risikolebens-, Dread-Disease Versicherung– und Sterbegeldversicherungen.

Familie sucht im Netz nach Berufsunafähigkeitsversicherung
Gemeinsam die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung finden

Mitte 2018 hat die Vema die Qualitätsumfrage durchgeführt, die Ergebnisse jedoch erst im Februar 2019 veröffentlicht. Die etwa 3.000 Partnerbetriebe die Qualität der Versicherer bewerten, wobei die Teilwertungen Produktqualität, Antragsbearbeitung und Leistungsregulierung zu gleichen Teilen in die Wertung eingingen. Bewertet wurde nach dem Schulnotensystem.

Lesen Sie im folgenden, wie die Berufsunfähigkeitsversicherungen aus Maklersicht bewertet werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Basler und Alte Leipziger an der Spitze

Testsieger im Bereich Berufsunfähigkeit ist laut den befragten Maklern die Basler. Besonders gut wurde die Antragsbearbeitung bewertet, in der Teilkategorie Produktqualität reichte es für den zweiten Platz. Bezüglich der Schadenregulierung liegt sie mit geringfügigem Abstand auf der vierten Position.

Die beste Produktqualität lieferte laut Vema die Alte Leipziger Berufsunfähigkeitsversicherung, die ganz knapp hinter der Basler auf dem zweiten Rang liegt. Die Antragsbearbeitung wurde auch sehr gut bewertet. Hier reichte es für die zweite Position. In der Schadenregulierung gibt es aber noch Verbesserungsbedarf, hier reichte es nur zu Rang Sechs.

Dritter Sieger ist die Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung, welche den Spitzenplatz in der Kategorie Schadenbearbeitung belegt. Das sind die zehn besten Berufsunfähigkeits-Versicherer in der Vema Qualitätsumfrage Biometrie 2018:

AnbieterSchulnote
Basler1,53
Alte Leipziger1,54
Allianz1,58
LV 18711,61
Volkswohl Bund1,64
Canada Life1,69
HDI1,69
Continentale1,71
Nürnberger1,83
Swiss Life1,85

Risikoleben: Bestwerte für Volkswohl Bund und Basler

Im Bereich Risikolebensversicherung schnitt die Basler in der Maklerumfrage ebenfalls sehr gut ab, obgleich es hier nur für den zweiten Platz reichte. Die beste Produktqualität reichte nicht aus, da der Anbieter in den Teilkategorien Schadenregulierung und Antragsbearbeitung jeweils nur auf Platz Zwei kam. Interessant hierbei ist, dass die Basler im Neugeschäft relativ weit hinten liegt was die Abschlüsse angeht, obwohl die Qualität überzeugt.

Ähnlich ist es auch bei der Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G., welche aus der Vema Qualitätsumfrage als Testsieger herausging. Die Produktqualität könnte noch verbessert werden, dafür belegte der Anbieter in den Kategorien Schaden- und Antragsbearbeitung jeweils die Spitzenposition, und das mit einigem Abstand. Das sind die zehn besten Risikolebens-Versicherer laut Vema Qualitätsumfrage Biometrie 2018:

AnbieterSchulnote
Volkswohl Bund1,42
Basler1,52
Allianz1,60
LV 1871 / Delta Direkt1,65
Canada Life1,65
Dialog1,71
Interrisk1,74
Alte Leipziger1,80
Zurich Deutscher Herold1,82
Hannoversche1,86

Für welchen Anbieter man sich entscheidet, und ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, kann man sehr gut in einem Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung heraus finden, indem man einen Online Rechner für Berufsunfähigkeit benutzt.



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Berufsunfähigkeitsversicherung im Test für junge Leute 2018

Junge Frau wird dank Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute behandelt

Stiftung Warentest befindet 12 Berufsunfähigkeitsversicherungen für junge Leute für „sehr gut“

Junge Frau wird dank Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute behandelt
Auch junge Menschen sind mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung besser abgesichert

Stiftung Warentest hat in Finanztest 9/2018 Berufsunfähigkeitsversicherungen für junge Leute getestet. Wer möglichst früh eine BU abschließt, zahlt entsprechend geringe Beiträge und genießt den wichtigen Versicherungsschutz. Doch Auszubildende oder Studenten üben noch gar keinen Beruf aus und verfügen in der Regel über wenig Geld. Stiftung Warentest hat 12 Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute für sehr gut befunden.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, denn ein Unfall oder eine schwere Krankheit können ohne Vorwarnung dazu führen, dass der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Das geht zwangsläufig mit dem Ausbleiben des Gehalts einher, was ein Leben am Existenzminimum bedeuten kann. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung erhält man in diesem Fall wenigstens eine Rente, mit der der Lebensstandard in den meisten Fällen gehalten werden kann.

Wie bei den meisten Versicherungen, die sich um das Themengebiet Arbeit, Gesundheit und Rente drehen, steigen die Beiträge mit dem Einstiegsalter. Wer in jungen Jahren eine BU abschließt, zahlt teils deutlich niedrigere Beiträge als jemand, der bereits 40 Jahre alt ist.
Als Student oder Auszubildender übt man noch keinen Beruf aus. Geld ist üblicherweise auch nicht viel da. Stiftung Warentest hat diverse Berufsunfähigkeitsversicherungen getestet, die für junge Leute geeignet sind, wenn sie sich zu günstigen Konditionen bereits vor Eintritt ins Berufsleben für den Fall der Berufsunfähigkeit absichern möchten.

Berufsunfähigkeitsversicherung für junge Leute schon ab 28 Euro

Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung orientieren sich maßgeblich am Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Verletzungen und Erkrankungen, welche zur Berufsunfähigkeit führen können. Entsprechend hoch sind die Beiträge. Junge Menschen haben in der Regel wenige bis keine Vorerkrankungen und sind körperlich in gutem bzw. gesundem Zustand, weswegen ein geringes Risiko besteht und die Versicherungsbeiträge entsprechend niedrig angesetzt werden können. Eine BU ohne Gesundheitsfragen gibt es nicht. Das heißt, dass in jedem Fall Fragen zum Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers geklärt werden müssen.

Stiftung Warentest hat 12 Berufsunfähigkeitsversicherungen für junge Leute mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Getestet wurden Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende und Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten. Beide möchten eine BU abschließen, bei der sie im Leistungsfall monatlich 1.000 Euro Rente erhalten. Das beste Angebot kommt von der Barmenia. Der Tarif SBU SoloBU erhielt die Note 0,9. Besonders günstig ist der Tarif SBU Comfort 2910 der Nürnberger. Der Modellstudent würde seine Berufsunfähigkeitsversicherung für monatlich nur 28 Euro Netto bekommen. Das sind die Testergebnisse des BU-Tests für Auszubildende und Studierende von Stiftung Warentest:

AnbieterTarifNoteBeiträge Azubi Netto (Euro)Beiträge Student Netto (Euro)
BarmeniaSBU SoloBU0,95740
Provinzial Nordwest BUZ Top1,25943
SDKSBU1,35233
Volkswohl BundSBU1,35331
AllianzSBU Plus OBUU plus Studentenklausel1,44235
AachenMünchenerSBU1,510441
AdvigonSBU ABU 2018M1,55935
GothaerSBU Premium1,54434
HanseMerkurSBU Profi Care1,55438
NürnbergerSBU Comfort 29011,55928
Öffentliche OldenburgSBU Premium LA 3.201-171,58056
Provinzial HannoverSBU Premium LA 3.201-171,58662


Stiftung Warentest: Unbedingt Tarife vergleichen

Stiftung Warentest rät, nicht die erstbeste oder günstigste Berufsunfähigkeitsversicherung zu wählen, sondern die Tarife zu vergleichen und dabei auch perspektivisch zu denken. Die meisten Anbieter bieten nur Tarife mit einer Rente von bis zu 1.000 Euro an. Das mag am Anfang sicher ausreichen, jedoch erhöht sich der Lebensstandard, wenn es beruflich aufwärts geht.

Es sollte darauf geachtet werden, unter welchen Umständen die Berufsunfähigkeitsrente erhöht werden kann. Wichtig ist dabei auch, ob dafür eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig ist. Ebenfalls wichtig ist, inwiefern die Rente begrenzt ist. Oftmals ist nämlich nur eine Erhöhung auf bis zu 2.000 Euro möglich.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, inwieweit der Berufsbezug festgeschrieben ist. Normalerweise ist es klar: Wer einen Beruf ausübt und das aufgrund von Unfall oder Krankheit nicht mehr kann, ist berufsunfähig. Auszubildende und Studierende üben jedoch noch keinen Beruf aus.

Stiftung Warentest weist darauf hin, dass der Berufsbezug bei Auszubildenden laut Bundesgerichtshof klar ist. Wer während der Ausbildung berufsunfähig wird, hat die gleichen Ansprüche wie jemand, der im Zielberuf des Azubis bereits arbeitet.

Bei Studenten kann es vorkommen, dass sie zunächst eine Art „Studierunfähigkeitsversicherung“ bekommen, dass also ihre Fähigkeit versichert ist, zu studieren. Hier ist fraglich, wie diese Unfähigkeit definiert ist, da man viele Fächer auch mit einer schweren Behinderung von zu Hause aus studieren kann, selbst wenn der Zielberuf nicht ausgeübt werden könnte. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass der Zielberuf versichert ist. Im Idealfall lässt sich ein Berufsgebiet angeben oder der Zielberuf lässt sich während des Studiums noch ändern. Schließlich qualifizieren etliche Studiengänge für mehrere Berufe und der konkrete Zielberuf kristallisiert sich erst im Laufe des Studiums heraus.

Grundsätzlich macht es auch Sinn, sich mit den Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, wie der Dread Disease Versicherung, auseinander zu setzen.


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Berufsunfähigkeitsversicherung Test Focus Money 2018

Berufsunfähigkeitstest Focus Money 2018
Berufsunfähigkeitstest Focus Money 2018
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Im September 2018 hat Focus Money die Ergebnisse einer Studie zum Thema „Fairste Anbieter von Berufsunfähigkeits-Policen“ veröffentlicht. Durchgeführt wurde die Studie gemeinsam mit dem Analyseinstitut ServiceValue. Insgesamt beurteilten 1.773 Kunden die Fairness von 28 Anbietern von Berufsunfähigkeitsversicherungen in mehreren Kategorien. Sieben BU Anbieter wurden mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Weitere sechs Versicherer schnitten mit der Note „gut“ ab.

Die Qualität einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich nicht nur anhand der Versicherungsbedingungen beurteilen. Wichtig ist auch, dass die Versicherer fair mit ihren Kunden umgehen. Das beginnt bei der Beratung und geht über das Leistungsangebot, die Kundenkommunikation und den Kundenservice bis zur Beurteilung des Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Focus Money hat gemeinsam mit ServiceValue insgesamt 1.773 Menschen zu ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung befragt. Jeder Befragte konnte bis zu zwei Anbieter bewerten, sofern er in den letzten 24 Monaten dort versichert gewesen ist. Ausgewertet wurden daher 1.950 Urteile zu 28 Anbietern.

Sieben Arbeitskraftabsicherer sind besonders fair

Die Gesamtwertung ergibt sich aus den Beurteilungen in den Einzelkategorien Leistungsangebot, Kundenberatung, Kundenservice, Kundenkommunikation und Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur wer in allen Kategorien überzeugen konnte, hatte die Chance, in der Gesamtwertung ganz oben zu stehen. Gelungen ist dies sieben Anbietern von Berufsunfähigkeitsversicherungen. Weitere sechs Anbieter erhielten eine gute Beurteilung. Dabei handelt es sich um die in der folgenden Tabelle angezeigten Anbieter:

AnbieterUrteil
AllianzSehr gut
ContinentaleSehr gut
GothaerSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
ProvinzialSehr gut
Signal IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
AXAGut
BaslerGut
HDIGut
R+VGut
Volkswohl BundGut
WürttembergischeGut

Ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist, ergibt sich aus den Lebensumständen eines jeden Einzelnen. Informieren Sie sich über die Definition und die Diagnose der Arbeitsunfähigkeit um hier eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Nur vier Anbieter mit sehr fairem Leistungsangebot

In jeder Teilkategorie wurden unterschiedliche Aspekte beurteilt. In der Kategorie Leistungsangebot ging es beispielsweise um die Bewertung der Produktvielfalt, der Zusatzleistungen, der Flexibilität der Produktmerkmale, der Transparenz der Versicherungsbedingungen oder auch der klaren Hervorhebung der Leistungsausschlüsse. Nur vier Anbieter wurden als sehr fair beurteilt, weitere sieben Versicherer erhielten das Urteil „gut“. Ein Vergleich mit einem Rechner zur Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich also immer. Innerhalb der Urteilsklasse alphabetisch sortiert sind dies die entsprechenden Anbieter:

AnbieterUrteil
ContinentaleSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
Signal IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
AllianzGut
AXAGut
BaslerGut
GothaerGut
ProvinzialGut
R+VGut
Zurich Deutscher HeroldGut

Hohe Zufriedenheit bei der Kundenberatung

In der Kategorie Faire Kundenberatung schnitten in dem BU Test von Focus Money und ServiceValue besonders viele Anbieter sehr gut ab. Acht Berufsunfähigkeitsversicherer erreichten hier die Bestwertung. In keiner anderen Kategorie konnten so viele Anbieter überzeugen. Beurteilt wurden Aspekte die die Beratungsqualität, die Aufklärung zu Netto-Brutto Beiträgen, die Fachkompetenz sowie die leichte Kontaktmöglichkeit der Mitarbeiter. Hinter den Testsiegern erhielten sieben weitere Anbieter das Urteil „gut“.

AnbieterUrteil
AllianzSehr gut
ContinentaleSehr gut
GothaerSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
ProvinzialSehr gut
Signal IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
WürttembergischeSehr gut
AachenMünchenerGut
AXAGut
BaslerGut
DebekaGut
HannoverscheGut
R+VGut
Volkswohl BundGut

Auch die Stiftung Warentest testete verschiedene Anbieter der Berufsunfähigkeitsversicherug.

Sechs BU Versicherer mit sehr fairem Kundenservice

Im Bereich Kundenservice erwiesen sich 14 Berufsunfähigkeitsversicherer als fair oder sehr fair. Die Kunden beurteilten die Fairness ihrer Anbieter in den Punkten Freundlichkeit und Eigeninitiative der Mitarbeiter, sowie die Qualität der Anliegenberatung und der Kulanz bei Beschwerden oder Problemen. Erneut sind die Unternehmen innerhalb einer Wertungsklasse alphabetisch sortiert. Den fairsten Kundenservice bieten:

AnbieterUrteil
AllianzSehr gut
ContinentaleSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
ProvinzialSehr gut
Signal IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
AXAGut
BarmeniaGut
BaslerGut
GothaerGut
R+VGut
Volkswohl BundGut
WürttembergischeGut
Zurich Deutscher HeroldGut

Diese sieben Versicherer bieten die fairste Kundenkommunikation

Eine faire Kundenkommunikation ist bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus wichtig. Focus Money und ServiceValue haben die Kunden nach der Beurteilung der Fairness in den Bereichen Verbindlichkeit von Aussagen, angemessenes Informationsangebot, Verständlichkeit der Angebots- und Vertragsunterlagen sowie dem Informationsangebot der Website befragt. Die fairste Kundenkommunikation bieten:

AnbieterUrteil
AllianzSehr gut
ContinentaleSehr gut
GothaerSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
ProvinzialSehr gut
Signal IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
AXAGut
DebekaGut
HDIGut
R+VGut
Volkswohl BundGut
WürttembergischeGut
Zurich Deutscher HeroldGut

Sechs Anbieter mit sehr fairem Preis-Leistungs-Verhältnis

Eine gute Arbeitskraftversicherung soll nicht nur gute Leistungen erbringen. Sie sollte dies auch zu einem möglichst fairen Preis tun. In der Kategorie Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilten die Kunden dessen Angemessenheit. Gleiches gilt für die Beitragshöhe sowie die Vorhersehbarkeit der Beiträge. Das sind die Testsieger in dieser Kategorie:

AnbieterUrteil
AllianzSehr gut
CosmosDirektSehr gut
ContinentaleSehr gut
HUK-CoburgSehr gut
Signal-IdunaSehr gut
Swiss LifeSehr gut
BaslerGut
EuropaGut
GothaerGut
HDIGut
ProvinzialGut
R+VGut
Volkswohl BundGut

Berufsunfähigkeitsversicherung Testergebnisse von Stiftung Warentest 2017

Bild: © contrastwerkstatt – fotolia.com

Stiftung Warentest hat in der Zeitschrift Finanztest 7/2017 einen Berufsunfähigkeitsversicherung Test veröffentlicht. Getestet wurden 74 Unterschiedliche BU Tarife. Insgesamt erhielten 31 Berufsunfähigkeitsversicherungen die Bestnote „sehr gut“. Besonderen Wert legte Stiftung Warentest auf die Möglichkeit der späteren Tarifanpassung.

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, ist finanziell abgesichert, wenn er infolge eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr in der Lage sein, seinen Beruf auszuüben. Stiftung Warentest hat 74 aktuelle Berufsunfähigkeitsversicherungs Tarife getestet. Die Verbraucherorganisation hat alle in Deutschland aktiven Versicherer gebeten, ihnen sämtliche Bedingungen für ihre Berufsunfähigkeitsversicherungen zu übersenden.

Zusätzlich sollten die Anbieter für drei Modellkunden konkrete Angebote mit dem jeweils günstigsten Tarif erstellen. Getestet wurden nur die Tarife, welche von den Versicherungen herausgegeben wurden. Aus diesem Grund fehlen im Test einige Tarife und Anbieter. Geachtet wurde vor allem auf die Versicherungsbedingungen mit Schwerpunkt auf die Möglichkeit, den Versicherungsschutz nachträglich anpassen zu können. Auch der Verzicht auf die abstrakte Verweisung war sehr wichtig. Wenn diese nicht ohne Altersbeschränkung angeboten wurde, konnten die Tarife bestenfalls mit „befriedigend“ bewertet werden.

31 BU Tarife mit der Bestnote sehr gut

Ganze 31 BU Tarife wurden von der Stiftung Warentest mit der Bestwertung „sehr gut“ ausgezeichnet. Testsieger ist der Tarif „SBU E-BU“ der Europa. Als einziger Tarif erhielt er die Note sehr gut mit der Wertung 0,9. Stiftung Warentest hat die Tarife nach ihrer Punktzahl sortiert. Bei gleicher Punktzahl bzw. Note wurde alphabetisch sortiert. Das sind die 20 besten Berufsunfallversicherungen, die im Test von Stiftung Warentest die Bestwertung erhielten:

  • Europa – SBU E-BU (0,9)
  • Hannoversche – SBU 17 B1 (1,0)
  • Alte Leipziger – SBU BV10 BV11 (1,1)
  • Provinzial Nordwest – BUZ Top (1,2)
  • R + V a. G. – BUZ B/BR D119 (1,2)
  • R + V AG – SBU BV04 (1,2)
  • Condor – SBU C 80 (1,3)
  • Barmenia – SBU Solo BU (1,4)
  • Dialog – SBUABsBu-D professional (1,4)
  • Familienfürsorge – SBU Premium (1,4)
  • Generali SBU 17 (1,4)
  • Huk*24 – SBU 24 Premium (1,4)
  • Huk*-Coburg – SBU Premium (1,4)
  • Provinzial Rheinland – SBU TopSBV (1,4)
  • Swiss Life – SBU Plus (1,4)
  • Swiss Life / Klinikrente – SBU plus (1,4)
  • Swiss Life / Metallrente – SBU plus (1,4)
  • Volkswohl Bund – SBU (1,4)
  • WWK – SBU Komfort BS08 (1,4)
  • AachenMünchener – SBU (1,5)

Rat: Unbedingt mehrere Angebote prüfen

Wer die beste Berufsunfähigkeitsversicherung für sich abschließen möchte, sollte unbedingt Angebote von mehreren Anbietern einholen. Die Versicherungsbedingungen und Beiträge variieren abhängig vom Alter und ausgeübten Beruf teils sehr stark. Stiftung Warentest weist außerdem bewusst darauf hin, dass die Versicherungen in den meisten Fällen die Versicherungsbedingungen ihrer Top-Tarife bereitgestellt haben, sodass die Testergebnisse keine Rückschlüsse auf die weiteren BU Tarife der jeweiligen Anbieter zulassen.

Trotzdem zeigt der Test, dass es auf dem Markt sehr viele sehr gute Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt. Von den getesteten 74 Tarifen haben sich mit 31 fast die Hälfte als sehr gut erwiesen. Die schlechteste Note im Test war „ausreichend“ und wurde nur ein einziges Mal vergeben. Die Note „befriedigend“ wurde an nur sieben Tarife vergeben.

Den vollständen kostenpflichten Artikel finden Sie auch direkt bei Stiftung Warentest.


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Berufsunfähigkeitsversicherung: Warum Versicherer ablehnen

Diese Krankheiten, Behandlungen und Hobbys erschweren den Versicherungsschutz

Bereits eine psychologische Behandlung gegen Spinnenphobie macht den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung nahezu unmöglich. Das ist eines von vielen Beispielen aus einem aktuellen Bericht der Stiftung Warentest über die Annahmepolitik von Versicherungsunternehmen. Was die häufigsten Ausschlussgründe sind, wie der Vertragsabschluss gefahrlos vorbereitet werden kann und welche Alternativen zur BU im Einzelfall sinnvoll sind.

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Nur zwei von drei Deutsche halten Schutz vor Berufsunfähigkeit für wichtig

Mann mit Rückenproblemen

Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit nimmt im Vergleich zu anderen Sicherheitsbedürfnissen nur eine untergeordnete Rolle ein. Einer von drei Deutschen misst dem Schutz der Arbeitskraft keine große Bedeutung bei. Deutlich wichtiger ist der „Generation Mitte“ die Absicherung bei Krankheiten und im Alter. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).Die Befragten im Alter von 30 bis 59 Jahren beantworteten die Frage, welche Sicherheiten in ihrem Leben einen besonders großen Stellenwert haben. Dabei waren auch mehrfache Nennungen möglich.

Mitvierziger mit größtem Sicherheitsbedürfnis

Mann mit Rückenproblemen66,4 Prozent sehen eine gute Absicherung bei einer Berufsunfähigkeit als wichtig an. Das größte Sicherheitsbedürfnis mit über 70 Prozent haben die 40- bis 49-Jährigen. Die jüngste Zielgruppe von 30 bis 39 Jahren legt ebenfalls deutlich mehr Wert auf den Schutz der Arbeitskraft als die über 50-jährigen Personen.

Das geringe Interesse in der höchsten Altersgruppe ist in dem Zusammenhang verständlich, dass die Beiträge mit zunehmendem Alter beziehungsweise einem schlechteren Gesundheitszustand deutlich ansteigen. Deshalb raten Organisationen wie die Stiftung Warentest zu einem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in jüngeren Jahren. Einen guten Zeitpunkt kann zum Beispiel der Einstieg in einen Beruf darstellen. Doch wie die Umfrage zeigt, ist das Interesse in der Altersgruppe bis 39 Jahre nicht höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die finanziellen Mittel am Anfang einer Karriere begrenzt sind.

Zukunft der Kinder wichtiger als eigene berufliche Stellung

Die „Generation Mitte“ gewichtet in der Umfrage andere Sicherheitsbedürfnisse deutlich stärker. Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit nimmt gerade einmal den zehnten Platz ein. In neun von zehn Fällen und damit am häufigsten wird ein optimaler Schutz im Krankheitsfall genannt. Auch der Absicherung für das Alter kommt mit einem Resultat von 81,4 Prozent eine zentrale Bedeutung zu. Weniger als drei von vier Deutschen nannten ein sicheres, familiäres Umfeld sowie eine gute Absicherung bei Pflegebedürftigkeit. Die berufliche Zukunft der Kinder wird mit 72,3 Prozent erstaunlicherweise höher gewichtet als die eigene berufliche Stellung: Nur 70 Prozent bezeichnen einen sicheren Arbeitsplatz als unabdingbar, die Sicherheit vor sozialem Abstieg ist für 69,1 Prozent ein Thema.

Das vergleichsweise schlechte Standing der Berufsunfähigkeitsversicherung steht in einem Widerspruch zu den Empfehlungen von Verbraucherschützern. Für die Stiftung Warentest und Co. zählt die Absicherung zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Neben der Haftpflicht-Versicherung sichert auch die Berufsunfähigkeitsversicherung die eigene Existenz ab. Laut Stiftung Warentest ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll für alle, die von ihrer Arbeitskraft leben. Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money weist zudem darauf hin, dass die gesetzliche Erwerbsunfähigkeitsrente allein nicht ausreicht, um den Lebensstandard annähernd zu halten.

Berufsunfähigkeit als unterschätztes Risiko

Die Fragestellung bezieht sich explizit auf die eigene Lebenssituation. Offensichtlich halten viele Deutsche eine Absicherung der Arbeitskraft für sinnvoll, glauben aber, dass sie selbst wahrscheinlich nicht betroffen sein werden. Deshalb berichtet die Verbraucherzentrale NRW davon, dass die Bevölkerung das Risiko unterschätzt. Einer von vier Deutschen wird im Laufe des Arbeitslebens berufsunfähig.Insbesondere in handwerklichen und körperlich anstrengenden Berufen ist das Risiko besonders hoch. Dachdecker oder Maurer müssen ihren Beruf viel öfter frühzeitig aufgeben als Mathematiker oder Ärzte. Doch auch Menschen in vermeintlich sicheren Bürojobs sind anfällig für eine Berufsunfähigkeit. Chronische Rückenleiden und psychische Probleme stellen laut Morgen & Morgen die beiden häufigsten Ursachen für die frühzeitige Aufgabe einer Tätigkeit dar.