DBV Berufsunfähigkeitsversicherung

Nicht nur in der privaten Wirtschaft kann eine Berufsunfähigkeit nach einem Unfall oder einer Krankheit die eigene Existenz gefährden. Auch Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes und Beamte sind trotz ihres Sonderstatus nicht vor einem sozialen und finanziellen Abrutsch gefeit. Insbesondere zum Start der Karriere ist die private Vorsorge wichtig, um im Ernstfall weiter den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die Deutsche Beamtenversicherung (DBV) bietet deshalb für die Zielgruppe des öffentlichen Dienstes spezielle Produkte zur Absicherung der Arbeitskraft an.

Tipp: Lesen Sie unseren Beitrag zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte.

Unterschiedliche Noten im Test bei Stiftung Warentest 2017

Stiftung Warentest hat einen neuen Berufsunfähigkeitsversicherungen Test durchgeführt und die Ergebnisse im Magazin Finanztest 7/2017 veröffentlicht. In Deutschland tätige Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen wurden gebeten, Stiftung Warentest die Versicherungsbedingungen ihrer BU Tarife zu übermitteln. 55 Anbieter folgten der Bitte und übermittelten die Tarifdetails von insgesamt 74 Tarifen.

Die DBV hat die beiden Tarife „SBU ALVSDV“ und „BUZ ALVT2“ für Beschäftigte des Öffentlichen Diensts testen lassen. Für die Berufsgruppen 1 bis 3 sind beide Tarife laut Stiftung Warentest „sehr gut“ geeignet. Für die Berufsgruppe 4 haben beide Tarife jeweils das Urteil „befriedigend“ erhalten.

DBV versichert Dienst- und Berufsunfähigkeit

Das Angebot der DBV ist keine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern trägt den besonderen Rechten von Beamten und Tarifbeschäftigten des Staates Rechnung. Beamte können von ihrem Dienstherren vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden und erhalten in diesem Fall ein Ruhegehalt. Der Versicherer sollte deshalb bereits bei einer Dienstunfähigkeit zahlen und die Berufsunfähigkeit nicht zusätzlich prüfen. Ansonsten muss der Beamte zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig sein und ist damit anderen Arbeitnehmern gleichgestellt.

Die DBV stellt diese beamtenfreundliche Regelung durch eine „Dienstunfähigkeitsklausel“ sicher und bietet Beamten auf Lebenszeit eine spezielle Dienstunfähigkeitsversicherung an. Hier gibt es je nach Berufsgruppe einige Besonderheiten. Lehrer und Verwaltungsbeamte können sich nur bis zu ihrem 40. Geburtstag absichern, wenn der Kontrakt erst mit einem Alter von 65 bzw. 67 Jahren enden soll. Da Polizisten einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, laufen die Verträge im Alter von spätestens 63 Jahren und damit früher als in anderen Berufen aus.

Für Tarifbeschäftigte des öffentlichen Dienstes gibt es in der Berufsunfähigkeitsversicherung der DBV zwei Möglichkeiten, um Leistungen zu erhalten. Erstens zahlt der Versicherer, wenn eine Berufsunfähigkeit vorliegt, also der Kunde seine aktuelle oder eine vergleichbare Tätigkeit über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nicht zu mehr als 50 Prozent ausüben kann. Wichtig: Die DBV darf keine abstrakte Verweisung vornehmen und ihren Kunden auf einen beliebigen Beruf aufmerksam machen. Dies ist für den Versicherten wichtig, weil es sonst zu Problemen bei der Auszahlung der Leistungen kommen kann.

Zweitens genügt aber auch eine Bescheinigung der Versorgungsanstalt bzw. der Zusatzversorgungskasse. Die beiden Institutionen sollen die Rentenleistungen für Angestellte durch zusätzliche Zahlungen an die Beamtenpensionen anpassen. Die DBV versichert automatisch auch den Fall mit, dass eine Versorgungsanstalt der Bund und der Länder (VBL) oder eine Zusatzversorgungskasse des Öffentlichen Dienstes (ZVK) eine volle Erwerbsminderungsrente auszahlt.

DBV BU Tarife im Detail

Die Dienst- und Berufsunfähigkeitsversicherung der DBV haben einige Überschneidungen, sind in einigen Punkten jedoch auch unterschiedlich gestaltet. Zu den Gemeinsamkeiten zählt, dass die für Beamte enorm wertvolle Dienstunfähigkeitsklausel in beiden Tarifen enthalten ist. Wer etwa als angestellter Lehrer oder Feuerwehrmann eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, ist auch nach einer Verbeamtung gut abgesichert und muss nicht extra eine neue Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen. Darüber hinaus bieten beide Produkte Möglichkeiten, den Vertrag nachträglich anzupassen.

Mit einer Nachversicherungsgarantie  und ohne Gesundheitsprüfung können Kunden auf bestimmte Ereignisse wie eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder eine berufliche Verbesserung reagieren, indem sie die Versicherungssumme erhöhen.

Für Beamte ist hier ausdrücklich auch der Wechsel in die private Wirtschaft mit eingeschlossen. Darüber hinaus kann in beiden Fällen eine Leistungsdynamik vereinbart werden, damit sich der Wert der Berufs- oder Dienstunfähigkeitsversicherung an die Inflation anpasst.

Auf der anderen Seite gibt es auch feine Unterschiede. Die DBV wirbt damit, dass sich die Dienstunfähigkeitsversicherung mit einer Rentenversicherung kombinieren lässt. Beamte haben die Wahl zwischen einer Relax-, Klassik- oder Fonds-Rente. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung macht der Versicherer auf seiner Webseite kein solches Angebot.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt außerdem sicher, dass Arbeitnehmer auch dann Leistungen erhalten, wenn sie eine Erwerbsminderungsrente erhalten – darauf sind Beamte nicht angewiesen, weil sie ein üppigeres Ruhegehalt von ihrem Dienstherrn kassieren können. Da der Pensionsanspruch von Beamten auf Lebenszeit kontinuierlich steigt, kann die Dienstunfähigkeitsversicherung eine abnehmende oder nicht steigende Versicherungssumme oder alternativ eine kürzere Vertragslaufzeit vorsehen. Im letzten Jahrzehnt vor dem Eintritt in den Ruhestand ist die soziale Absicherung durch die Fürsorge des Dienstherrn ohnehin sehr groß, so dass die private Vorsorge an Bedeutung verliert.

Einstiegstarife der DBV für junge Leute

Doch zu Beginn der Laufbahn sind junge Leute auf sich allein gestellt. In den ersten fünf Jahren der Karriere haben Beamten auf Widerruf/Probe keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt ihres Dienstherrn. Junge Tarifbeschäftigte können in den ersten 60 Monaten außer nach einem Arbeitsunfall keine gesetzliche Erwerbsminderungsrente beantragen. Deshalb richtet sich der DBV auch an junge Beamte und Arbeitnehmer, die im Staatsdienst tätig sind. Für sie ist die private Vorsorge besonders zu empfehlen.Die DBV hat zwei zielgruppengerechte Starterpolicen in ihrem Portfolio:

  • Die Dienstanfänger-Police für Beamte auf Widerruf und Probe
  • Die Starter-BU mit Altersvorsorge für alle jungen Tarifbeschäftigte, Studenten und Auszubildende des öffentlichen Dienstes

Bei beiden Produkten handelt es sich jedoch nicht um selbstständige Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherungen. Stattdessen ist die Risikoabsicherung neben der Altersvorsorge nur als Teil eines Kombi-Produkts mit einer Rentenversicherung verfügbar. Wer beide Formen trennen möchte, muss sich bei einem anderen Unternehmen absichern. Ansonsten haben die Angebote der DBV für junge Leute haben im Wesentlichen die gleichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten wie die für alle Altersgruppen offenen Tarife. Beide Einstiegs-Produkte sind deutlich preiswerter als die normale Dienst- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch ist es auch als Einsteiger möglich, im öffentlichen Dienst von Beginn an bis zu 1.800 Euro als monatliche Rente für den Ernstfall abzusichern.

DBV Berufsunfähigkeitsversicherung im Test

Die DBV hat in mehreren Berufsunfähigkeitsversicherung Tests gute Bewertungen erhalten, wenngleich es in keinem Vergleich zu einem der Spitzenplätze reichte.

Aktueller Test von DISQ 2016

Im Juni 2016 veröffentlichte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) die Ergebnisse eines aktuellen Berufsunfähigkeitsversicherung Tests. Das Teilnehmerfeld setzte sich aus 43 in Deutschland tätigen BU Versicherungsanbietern zusammen. Die DBV erhielt 80,9 von 100 möglichen Punkten und liegt damit punktgleich mit der AXA auf dem 21. Rang. Obwohl es sich um eine Position im Mittelfeld handelt, kann sich die DBV zu den Testsiegern zählen, denn sie gehört zu den 23 Unternehmen, die mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“ ausgezeichnet wurden.

Morgen & Morgen Bewertung für DBV in 2016

Auch das Analysehaus Morgen & Morgen hat 2016 einen BU Test durchgeführt. Im Testfeld befanden sich 571 unterschiedliche BU Tarife. Jeder Tarif konnte mit maximal 5 Sternen bewertet werden. Diese Bestwertung konnten insgesamt 304 der getesteten Tarife erreichen. Morgen & Morgen haben 19 BU Tarife der DBV analysiert. Von diesen Tarifen wurden 12 mit der Bestwertung von 5 Sternen ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um folgende Tarife:

  • BR-BUZ Auszubildende
  • BR-BUZ BG 1* bis 3-
  • BR-BUZ Heilberufe
  • BUZ Auszubildende
  • BUZ BG 1* bis 3-
  • BUZ Heilberufe
  • SBU Auszubildende
  • SBU BG 1* bis 3-
  • SBU Heilberufe
  • Starter-BU Auszubildende
  • Starter-BU BG 1* bis 3-
  • Starter-BU Heilberufe

Alle genannten Tarife erhielten in den drei Teilratings BU Bedingungen, Kompetenz und Antragsfragen je alle 5 Sterne. Im Teilrating BU Solidität reichte es für die DBV für 4 Sterne.

„sehr gut“ bei Stiftung Warentest für DBV

Stiftung Warentest hat in der Zeitschrift Finanztest 8/2015 insgesamt 70 Berufsunfähigkeitsversicherungen unter die Lupe genommen. Drei Viertel der Gesamtnote entfielen auf die Versicherungssumme, das andere Viertel auf die Annahme von Anträgen. Die Zielgruppe war zwischen 25 und 30 Jahre alt, so dass der Test vor allem junge Leute am Start der Karriere anspricht.

Stiftung Warentest zeichnete 40 von 70 Tarifen mit der Bestnote aus. Auch die DBV überzeugte die Experten und erhielt das Gesamturteil sehr gut (1,1). Damit belegte die DBV gleichauf mit dem Mutterkonzern Axa den 12. Platz. Untersucht wurden die Tarife SBU ALVSDV und BUZ ALVT2. Besonders hervorragend war die Annahmepolitik der DBV, die bei keinem Konkurrenten besser war als bei der DBV.

„gut“ bei DISQ 2015 für BU der DBV

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat die DBV in einem BU-Vergleich im Juni 2015 ebenfalls berücksichtigt. Drei von fünf Anbietern erreichten im Test mindestens ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch die DBV erhielt das Prädikat „gut“ und landete mit 73 von 100 möglichen Punkten auf dem 18. Rang von 40 Unternehmen.

Testergebnisse von Focus Money für DBV BU

Das Wirtschaftsmagazin Focus-Money stellte in der Ausgabe 24/2015 die besten Berufsunfähigkeitsversicherungen vor. Neben der Finanzstärke berücksichtigte die Analyse auch die Leistungen und die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung. Etwas überraschend kann die DBV auch bei zwei Gruppen punkten, die nicht zum Kerngeschäft des Versicherers zählen. Bei den besten Angeboten für Selbstständige kam die DBV mit ihrem Tarif SBU ALVSBV auf den achten Platz (Note 1,58) und für leitende Angestellte erreichte das Unternehmen mit der Note 1,32 den sechsten Rang.Im Vergleich der Rating-Agentur Franke & Bornberg verpasst die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung der DBV knapp eine herausragende Note.

Im Januar 2016 weist das Produktrating ein „FF+“ aus, was einem sehr gut entspricht und nach dem „FFF“ die zweitbeste Bewertung darstellt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatz (BUZ) einer Rentenversicherung wird von Franke & Bornberg aktuell ebenfalls mit der Note FF+ beurteilt.

Fakten über die DBV

Die Deutsche Beamten-Versicherung bezeichnet sich selbst als „Spezialist für den öffentlichen Dienst“. Sie blickt auf eine über 140-jährige Erfahrung im Versicherungsgeschäft für Staatsdiener zurück. Beschäftigten des öffentlichen Dienstes unterbreitet der Wiesbadener Versicherer unter anderem auch spezielle Haftpflicht-, Unfall- und Autoversicherungen.

Die DBV ist ein Tochter-Unternehmen der Axa-Gruppe. Der französische Versicherer zählt mit über 157.000 Mitarbeitern weltweit zu den größten Versicherungskonzernen und erwirtschaftete im Jahr 2013 einen Umsatz von mehr als 90 Milliarden Euro. Selbstverständlich bietet auch die AXA eine Berufsunfähigkeitsversicherung an, die sich stärker an die Allgemeinheit richtet und ähnliche Leistungen bereithält wie die DBV-Produkte für die Zielgruppe des öffentlichen Dienstes.

DBV Adresse

DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung
Zweitniederlassung der AXA Lebensversicherung AG

Frankfurter Straße 50
65170 Wiesbaden

Tel:  0221 / 148-41013

Fax: 0221 / 148-41910 Montag bis Freitag: 7.30 bis 18 Uhr
Web: www.dbv.de

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