Die unterschiedlichen Berufsgruppen in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Besonders der Beruf wirkt sich bei der Berechnung der Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung auf deren Höhe aus. Abhängig davon, mit welchen gesundheitlichen Risiken der Job des Versicherten verbunden ist, zahlen sie viel oder wenig für ihren Versicherungsschutz. Der Beruf wird von den Versicherern in eine bestimmte Berufsgruppe eingeteilt, wobei jeder Anbieter etwas anders vorgeht.

Berufsgruppe beeinflusst die Beitragshöhe immens

Ob Altenpfleger, Lehrlinge oder Existenzgründer – die private Absicherung gegen die finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit ist für Jeden wichtig. Doch die eine wahre Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht. Vielmehr entscheiden individuelle Faktoren wie das Alter und die gewünschte Berufsunfähigkeitsrente über das optimale Angebot. Einen großen Einfluss hat zudem der Beruf. Denn jeder Job birgt ein anderes Risiko, berufsunfähig zu werden. Dachdecker üben beispielsweise jeden Tag schwere körperliche Arbeit aus. Bei ihnen ist so die Gefahr größer, wegen Rückenbeschwerden aus dem Beruf zu scheiden, als etwa Lehrer.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Welche Berufsgruppen gibt es?

Um das Berufsunfähigkeits-Risiko besser einschätzen zu können, teilen die Versicherungsgesellschaften die Berufe in verschiedene Berufsgruppen ein. Wie viele es genau gibt, hängt dabei vom Anbieter ab. In der Regel erfolgt die grobe Unterteilung in

  • Akademiker wie Ärzte
  • Kaufmännische Berufe wie Finanzberater
  • Berufe mit leichter körperlicher Arbeit oder Aktivitäten im Außendienst
  • Handwerksberufe wie Bauarbeiter
  • Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit bzw. einer erhöhten Unfallgefahr wie Feuerwehrleute

Da die Versicherer nicht mit einheitlichen Berufsgruppen arbeiten, lohnt sich ein Vergleich mehrerer Anbieter. Möglicherweise ergeben sich durch eine unterschiedliche Einstufung des Berufs, zum Beispiel Krankenpfleger, deutliche Beitragsunterschiede.

Besonderheiten der Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte, Soldaten und Co.

Eine besondere Regelung gibt es für Beamte. Auch sie sollten sich mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Doch dabei müssen sie Folgendes beachten: Sie werden von Berufswegen her nicht berufsunfähig, sondern dienstunfähig. Die Berufsunfähigkeitsversicherung muss daher eine besondere Klausel beinhalten, sodass im Ernstfall auch eine monatliche Rente an den Versicherten gezahlt wird. Gleiches gilt für Soldaten. Im Übrigen sollten sich Polizisten und Co. nicht zu sehr auf die Absicherung über den Dienstherrn verlassen, wenn sie einmal nicht mehr arbeiten können. Die entsprechenden Leistungen werden seit Jahren immer weiter gekürzt.

Und wie sieht es bei Auszubildenden aus?

Während in vielen Berufsgruppen mittlerweile das Bewusstsein wächst, sich besser gegen Berufsunfähigkeit abzusichern, fragen sich viele Auszubildende, wozu sie solch eine Versicherung brauchen. Doch für sie ist die Absicherung besonders wichtig. Zudem profitieren sie aufgrund ihres jungen Alters von geringen Beiträgen. Auch hier spielt der zu erlernende Beruf eine wichtige Rolle bei der Beitragsberechnung.