Berufsunfähigkeitsversicherung Tests und Vergleich

Fragende Frau zum Thema BerufsunfähigkeitDas Team von berufsunfaehigkeitsversicherung-test.de informiert über Tests und Testsieger der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Anhand dieser Informationen sollen Interessierte entscheiden können, welche BU für sie die Beste ist. Gerade bei Berufsunfähigkeitsversicherungen lohnt sich ein Vergleich, denn sowohl bezüglich der Leistungen als auch der Kosten gibt es bei den verschiedenen Anbietern und Tarifen teils enorme Unterschiede.

Im letzten großen Test der Stiftung Warentest stammt aus dem Jahr 2013 und wurde in Finanztest Ausgabe 07/2013 veröffentlicht. Insgesamt 75 verschiedene Berufsunfähigkeitsversicherungen wurden getestet, stolze 58 erhielten dabei die Note „Sehr Gut“. Im Vergleich zum BU-Test von 2011 waren die Angebote insgesamt deutlich besser.

Im letzten Jahr und auch 2015 hat Stiftung Warentest noch keinen Berufsunfähigkeitsversicherung Test durchgeführt. Berufsunfähigkeitsversicherungen von 2014 haben bisweilen Ökotest und Morgen & Morgen durchgeführt, mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Das erwartet Sie:

Aktueller BU Vergleich 2015 von Franke und Bornberg

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat Anfang 2015 einen Berufsunfähigkeitsversicherung Test durchgeführt. Im BU Test 2015 testete Franke und Bornberg Berufsunabhängigkeitsversicherungen auch unter Berücksichtigung von Kundenorientierung und Transparenz. Gleich sieben BU Anbieter erhielten die Sonderauszeichnung Plus für besondere Transparenz.

Im Franke und Bornberg BU Test 2015 wurden Berufsunfähigkeitsversicherungen in unterschiedlichen Kategorien getestet. In der Kategorie BU Basis ist die SBU von Zurich Deutscher Herold BU Testsieger 2015 mit der Bestwertung FFF Plus. Die Berufsunfähigkeitsversicherungen der Swiss Life und der Nürnberger erhielten in der Kategorie BU Basis die zweitbeste Wertung FF+ Plus, gefolgt von der Studenten BU der Ergo mit FF Plus.

Gleich sechs Anbieter können sich in der Kategorie Komfort BU Testsieger 2015 nennen. Die Bestnote FFF Plus ging an verschiedene Tarife der Anbieter AachenMünchener, HDI, Nürnberger, Stuttgarter, Swiss Life und Zurich Deutscher Herold. Die Berufsunfähigkeitsversicherung mit erweitertem Leistungsumfang der Ergo Lebensversicherung AG bewertete die Ratingagentur nur mit FF Plus. In der Gesamtwertung erhielt die Ergo BU aber trotzdem die Testsieger-Wertung FFF.

Ähnlich sieht die Beurteilung der BU Tarife in der Kategorie Komfort plus aus, die Tarife enthält, die über den Komfort-Schutz hinaus noch anteilig Leistungen von Dread-Disease-Versicherungen oder Pflegerentenversicherungen bieten. Auch hier ist die Ergo mit FF Plus nur zweiter Testsieger 2015. Erster Testsieger wurde die SBU der Nürnberger mit Wertung FFF Plus. Diesen Titel muss sie sich mit den SBU Tarifen von Swiss Life und der Stuttgarter teilen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Testsieger 2014

Einen Berufsunfähigkeitsversicherungstest der Stiftung Warentest in 2014 gab es nicht. Dafür haben aber unter anderem Morgen & Morgen und Ökotest Berufsunfähigkeitsversicherungen im Jahr 2014 getestet. Morgen & Morgen hat 2014 ein BU-Rating erstellt. 547 Tarife von 77 Versicherungsunternehmen wurden ausgiebig durchleuchtet und nach verschiedenen Kriterien mit jeweils einem bis fünf Sternen bewertet. Das Gesamtrating wurde aus den vier Teilratings zusammengestellt, wobei jedes Teilrating unterschiedlich stark gewichtet wurde:

  1. Versicherungsbedingungen (50 %)
  2. Kompetenz (30 %)
  3. Solidität und Antragsfragen (jeweils 10 %)

Eigentlich kann man alle Berufsunfähigkeitsversicherungen als Testsieger bezeichnen, die die Höchstwertung von 5 Sternen bekommen haben. Im BU-Rating 2014 bekamen 244 Tarife von 44 Versicherungen diese Bewertung. Sortiert man die Testergebnisse nach Kompetenz, konnten 26 Anbieter die Höchstwertung erreichen.

Von den 44 Anbietern konnten einige besonders überzeugen:

  • Debeka Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung
  • WWK Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Basler Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Alte Leipziger Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Continentale Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung Testsieger 2014 Ökotest

Ökotest hat im März 2014 116 Berufsunfähigkeitsversicherungen getestet. Das Testfeld setzte sich aus 59 selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen und 57 Zusatzversicherungen zusammen. Alle Tarife wurden nach 14 Leistungskriterien beurteilt, darunter auch die Aufnahmeqoute, die allgemein relativ niedrig ausfiel.

Um einen möglichst aussagekräftigen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen anzustellen, hat Ökotest die Tarife für 6 unterschiedliche Musterfälle verglichen, die zusammen 21 Berufsgruppen abdeckten. Einen Testsieger, der für alle Alters- und Berufsgruppen die beste Berufsunfähigkeitsversicherung anbietet, gab es 2014 nicht. Daran sieht man deutlich, dass sich ein individueller Vergleich in Bezug auf die eigene Lebenssituation lohnt, da Ökotest keine allgemeingültige Empfehlung aussprechen konnte. Trotzdem gibt es natürlich einen Testsieger, der im Durchschnitt am besten überzeugen konnte.

 

 

Die Top 5 im Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2014 von Ökotest sind:

  1. Volkswohl Bund
  2. Barmenia
  3. HanseMerkur
  4. Swiss Life
  5. HDI

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich von Stiftung Warentest

In Ausgabe 07/2013 hat Finanztest der Stiftung Warentest 75 Berufsunfähigkeitsversicherungen getestet. Wie üblich wurden die Berufsunfähigkeitsversicherungen nach drei Hauptkriterien bewertet, die jeweils in Unterkriterien eingeteilt waren. Das Endergebnis des Berufsunfähigkeitsversicherungstests 2013 der Stiftung Warentest setzt sich aus diesen Kriterien mit entsprechender Wertigkeit zusammen:

  • Versicherungsbedingungen (70 %)
  • Anträge (20 %)
  • Endalter und versicherbare Berufe (10 %)

Insgesamt konnten 58 Angebote überzeugen und erhielten die Bestnote „Sehr Gut“. Nicht alle dieser BU-Tarife waren gleich gut, das Notenspektrum „Sehr Gut“ reichte in diesem Vergleichstest von 0,6 bis 1,5.

AnbieterTarifTestnote
AachenMünchenerSBU0,6
EuropaSBU-Vorsorge Premium E-B10,6
HannoverscheComfort-BUZ-Plus0,6
VHVSBU-Exklusiv - VBS-Plus0,6
FamilienfürsorgeBUZ 10.20,7
HanseMerkurSBU0,7
Huk-24Premium-BUZ WB 24 BB-BUZ24 8.20,7
HUK-CoburgPremium-BUZ 8.20,7
Provinzial RheinlandTOP-SBU0,7
DialogSBU-Professional0,8

Stiftung Warentest wurde für den Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2013 stark kritisiert, da die eigene „Checkliste Berufsunfähigkeitsversicherung“ 22 Leistungspunkte umfasst, in diesem Test jedoch nur 9 davon berücksichtigt wurden.

 

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Test von Stiftung Warentest 2011

Zuvor testete Stiftung Warentest im Jahr 2011 52 Berufsunfähigkeitsversicherungen. Im Vergleich zeigt sich, dass sich die Bedingungen nahezu aller Berufsunfähigkeitsversicherungen seit 2011 stark verbessert haben. Das waren die Top 10 im Stiftung Warentest / Finanztest Berufsunfähigkeitsversicherung Test 2011:

VersichererTarifTestnote
AachenMünchenerSBU BU F/M0,7
GeneraliSBU 090,9
Hannoversche LebenComfort-BUZ BR-Plus F/M0,0,9
HanseMerkurSBU 2011M0,9
Huk24BB-BUZ Premium 6.40,9
Huk-CoburgBB-BUZ Premium 6.40,9
Öffentliche OldenburgTOP-SBU SBV0,9
Provinzial RheinlandTop-BUZ0,9
VGHTop SBU0,9
VHVExklusiv-SBU VBS-Plus F/M0,9

Testsieger der BU-Versicherung von Finanztest 2012 für Azubis und Studenten

Dazwischen, im Jahr 2012, testete Stiftung Warentest Berufsunfähigkeitsversicherungen für Azubis und Studenten. Bei dieser Personengruppe mit geringem Einkommen standen vor allem die Jahresnettobeiträge im Vordergrund. Die günstigsten Berufsunfähigkeitsversicherungen für Studierende und Auszubildende 2012 waren laut Finanztest der Stiftung Warentest:

  • Allianz, TBUM oder BR
  • Alte Leipziger, BV10
  • Barmenia, Solo BU L3327 VR

 

Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich 2014 bei Franke und Bornberg

Franke und Bornberg hat im Januar 2014 ein BU-Unternehmensrating erstellt. Mehrere Versicherungsunternehmen, welche Berufsunfähigkeitsversicherungen anbieten, wurden hinsichtlich Stabilität, Professionalität und Fairness getestet.

Die Stabilität des BU-Geschäfts floss zu 50 Prozent in die Gesamtwertung mit ein, die Kriterien „Kundenorientierung in der Angebots- und Antragsphase“ sowie „Kundenorientierung in der Leistungsregulierung“ mit jeweils 25 Prozent. Die getesteten Unternehmen wurden in jeweils zwei Kriterien mit der Bestnote „Hervorragend“ und in einem Kriterium mit „Sehr Gut“ bewertet, sodass man alle Unternehmen als Testsieger bezeichnen kann, die die Topwertung „FFF“ bekamen. Diese sind:

  • AachenMünchener Lebensversicherung AG
  • Ergo Lebensversicherung AG
  • HDI Lebensversicherung AG
  • Nürnberger Lebensversicherung AG
  • Stuttgarter Lebensversicherung a.G.
  • Swiss Life Deutschland
  • Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG

DISQ testet 2014 Berufsunfähigkeitsversicherungen

Das privatwirtschaftliche Marktforschungsinstitut „Deutsches Institut für Service-Qualität“ (DISQ) hat 2014 ebenfalls einen BU Test durchgeführt. Getestet wurden sowohl Direktversicherer als auch Filialversicherer. Da es sich dabei um unterschiedliche Arten von Anbietern handelt, wurden deren Berufsunfähigkeitsversicherungen separat getestet und bewertet. Die Gesamtbewertung setzt sich zu gleichen Anteilen aus der Serviceanalyse und der Leistungsanalyse zusammen.

Beste Filialversicherer bei DISQ 2014

  • Zurich
  • AachenMünchener
  • Axa
  • Gothaer
  • Württembergische

Beste Direktversicherer bei DISQ 2014

Berufsunfähigkeitsversicherung Tests im Vergleich

Berufusnfaehigkeitsversicherung TestsiegerDamit man für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht unnötig viel Geld ausgibt und trotzdem umfassend versichert ist, sollte man die Tarife unbedingt ausgiebig miteinander vergleichen. Die Ergebnisse eines einzelnen Tests als Entscheidungshilfe zu nutzen, ist sicherlich kein Fehler, doch reicht ein Test alleine nicht aus, um sich einen realistischen Eindruck davon zu verschaffen, welche Berufsunfähigkeitsversicherung für den Versicherungsnehmer tatsächlich die beste ist.

Warum verschiedene Tests vergleichen?

Es gibt keine einheitliche Richtlinie, nach der eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu testen ist. Gerade Berufsunfähigkeitsversicherungen sind ziemlich komplex, sodass nicht jeder Tarif für jeden Arbeitnehmer geeignet ist. Beim Vergleich verschiedener BU-Tests ist es wichtig, die Vergleichsgrundlage zu berücksichtigen. Die Testergebnisse fallen entsprechend der Testvoraussetzungen unterschiedlich aus. Manche BU-Tests bewerten die Versicherungstarife anhand einer einzigen Voraussetzung, beispielsweise, dass ein dreißigjähriger Metallverarbeiter eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte. Diese wird ihm zu anderen Tarifen angeboten, als einem vierzigjährigen Beamten oder Tierarzt.

Aber auch unterschiedliche BU-Testberichte, die von der gleichen Beispielperson ausgehen, kommen nicht automatisch zu den gleichen Ergebnissen und Testsiegern. Hier kommt es darauf an, sich die Bewertungskriterien anzusehen und zu vergleichen. Der BU-Test der Stiftung Warentest 2013 wurde zum Beispiel stark kritisiert, da nur neun statt 22 Vergleichskriterien berücksichtigt wurden. Zu diesen neun Kriterien gehörten auch einige, die besonders Makler für sehr wichtig halten, nicht.

 

 

Neben den zur Bewertung herangezogenen Testkriterien ist auch deren Einfluss auf die Gesamtwertung von großer Bedeutung, denn schließlich ist es nicht egal, ob ein wichtiges Kriterium nur mit 10 Prozent oder mit 50 Prozent in das Endergebnis einfließt.

Was beim Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich beachten?

Die Redaktion von berufsunfaehigkeitsversicherung-test.de möchte alle Besucher darauf hinweisen, dass ein Vergleich der Testsieger der BU-Versicherung nicht die einzige Entscheidungshilfe bei der Wahl der richtigen Berufsunfähigkeitsabsicherung sein sollte. Beim Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich sollten die Vertragsbedingungen sehr genau geprüft werden, da oftmals der Teufel im Detail steckt.  So unterscheiden sich häufig die Laufzeiten der Berufsunfähigkeitsversicherung ebenso wie die monatlichen Beiträge. Beim Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen können auch unsere Experten kostenlos durch eine anbieterunabhängige Beratung helfen. Nachfolgend eine kleine Checkliste mit Punkten, auf die beim BU Vergleich unbedingt beachtet werden sollten:

  1. Beitragsdynamik der Leistungen
  2. Nachversicherungsgarantien (z.B. Heirat oder Geburt)
  3. Keine abstrakte Verweisung
  4. Sind die ärztlichen Anweisungen im Rahmen?
  5. Was passiert wenn ich zwischendurch nicht arbeite?
  6. Leistungen direkt bei Eintritt der Berufsunfähigkeit
  7. Gültigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung auch im Ausland

Da die Berufsunfähigkeitsversicherung ein sehr komplexes Versicherungsprodukt ist, ist eine unabhängige Beratung leider beinahe unumgänglich. Wer beim Vergleich zu schnell vorgeht und sich nur auf die Testergebnisse von Stiftung Warentest verlässt, könnte im Falle einer Berufsunfähigkeit unterversichert sein.

 

 

Gesundheitsfragen bei Berufsunfähigkeitsversicherung

Bevor eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden kann, wird eine Gesundheitsbefragung bzw. eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Meist erfolgt diese Befragung mittels Formularen, die ausgefüllt an die Versicherung geschickt werden müssen. Wie die Gesundheitsfragen gestellt und später ausgewertet werden, sollte ein guter Berufsunfähigkeitstest immer berücksichtigen.

Bei der Beantwortung dieser Fragen sollten keine Vorerkrankungen verschwiegen werden, da im Falle einer Falschbeantwortung kein Berufsunfähigkeitsversicherungsschutz geleistet wird. Da es sich bei den falschen Angaben um grobe Fahrlässigkeit handelt, muss die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlen. Sind Vorerkrankungen oder andere körperlichen Beschwerden bekannt, so müssen diese angegeben werden. Von der Versicherung wird ein sogenannter Risikozuschlag erhoben. Dieser kann, je nach Vorerkrankung, die BU Beiträge deutlich erhöhen.

Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten: Wurde die BU 2015 teurer?

Kosten der BerufsunfähigkeitDie Berufsunfähigkeitsversicherung gehört laut Verbraucherzentralen zu den wichtigsten Versicherungen, die eine erwerbstätige Person in Deutschland haben sollte. Aus diesem Grund ist die Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Schon jetzt ist die BU Versicherung für viele Berufsgruppen nicht gerade günstig, doch ab 2015 könnte die Arbeitsabsicherung noch teurer werden. Der Garantiezins, der aktuell bei 1,75% liegt wird zum Jahreswechsel auf 1,25% gesenkt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherungen nutzen den Marktzins um die Beiträge gewinnbringend anzulegen und die Gewinne dann zum Teil durch niedrigere Beiträge an die Neukunden weiter zu geben. Durch die Senkung des Garantiezinses um 0,5 Prozentpunkte werden die fehlenden Gewinne durch eine höhere Neukundenbeiträge kompensiert. Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung steigen somit mit großer Sicherheit im Januar 2015.
Wie stark sich die Preise für Neukunden verändern werden, lässt sich schwer schätzen. Experten raten allen Interessenten sich rechtzeitig zu informieren und ggf. die Versicherung noch im Jahr 2014 zu alten Konditionen abzuschließen. Vor allem junge wie Azubis oder Studenten müssen mit deutlichen Beitragssteigerungen rechnen. Die Experten von MLP gehen bei einem 20-jährigen Mann von 7,6% Mehrkosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung im nächsten Jahr aus. Die Beitragserhöhung ist bei älteren Versicherungsnehmern niedriger, da sich dort auch die Laufzeit verkürzt.

 

 

Durch das ab 2015 in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetzt (kurz LVRG) sind Risikoversicherer wie die Berufsunfähigkeitsversicherung des Weiteren dazu verpflichtet min. 90 Prozenz ihrer Risikogewinne an die Versicherten auszuschütteln. Zuvor musste sie nur 75 Prozent auszahlen. Experten rechneten für 2015 mit einer Beitragssteigerung in den Tarifen der Berufsunfähigkeitsversicherung, um die verminderten Gewinne auszugleichen.

In einem kürzlich veröffentlichten Blogpost von “maxpool” wurde ein erster Vergleich der Tarife aus 2014 und 2015 durchgeführt. Die Preisunterschiede bewegen sich dabei in einem normalen Rahmen und die befürchteten Beitragssteigerungen bleiben bisher für 2015 aus.

Focus Money testet 2010 Berufsunfähigkeitsversicherung

Neben der Stiftung Warentest hat auch das Fachmagazin Focus Money schon mehrfach einen BU-Test durchgeführt. Focus Money ermittelt die Testsieger jeweils in Kooperation mit der Ratingagentur Franke und Bornberg. Der letzte Test von Focus Money ist allerdings schon eine Weile her: Zuletzt wurden hier die besten Berufsunfähigkeits-Policen in der Ausgabe 24/2010 vorgestellt. Den besten Schutz bieten dem Testergebnis zufolge diese Top-Versicherer:

  • Tarif “SBV Plus (E 356)” von Allianz
  • SBU Komfort (BioRisk) BS02 NT” von WWK
  • SBU (Golden BU) (L-B1509)” von LV 1871

Gute Noten verteilte Focus Money im Test zudem an die Versicherer Debeka, Dialog, Generali, HDI-Gerling, Nürnberger und Volkswohl Bund.

Ökotest 2012: Keine Berufsunfähigkeitsversicherung Testsieger

Auch das Verbrauchermagazin Ökotest hat die Berufsunfähigkeitsversicherer in der Vergangenheit genauer unter die Lupe genommen. In Heft 4/2012 veröffentlichten die Verbraucherschützer einen Test, bei dem es jedoch keinen richtigen Testsieger gab. Keine einzige Versicherung konnte bei allen Testkriterien überzeugen. Laut Ökotest 2012 boten lediglich folgende Policen einen anständigen Schutz bei Berufsunfähigkeit:

  • Tarif “BV12” von HDI-Gerling
  • ProfiCare SBU” von HanseMerkur
  • BV10” von Alte Leipziger

Eine wichtige Empfehlung von Ökotest: Bei der Wahl des passenden Berufsunfähigkeitsschutzes sollten Verbraucher unbedingt den Rat eines kompetenten Versicherungsberaters in Anspruch nehmen.

 

 

Sie brauchen mehr Informationen zu den einzelnen Tests und Versicherungen? Nutzen Sie auch unser Fachportal zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung Test.

Berufsunfähigkeitsversicherung FAQs

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt bei dauerhafter einer Arbeitsunfähigkeit aufgrund Krankheit oder Unfall vor finanziellen Einbußen. Da in Deutschland rund jeder vierte Arbeitnehmer vor Erreichen des Rentenalters berufsunfähig, zählt sie zu den wichtigsten Policen bei der Existenzsicherung. Auch Stiftung Warentest und andere Verbrauchermagazine halten die Berufsunfähigkeitsversicherung für sinnvoll.

Gesetzliche Absicherung bei Berufsunfähigkeit

Die zum 01.01.2001 durchgeführten Rentenreform hat auch drastische Auswirkungen auf die gesetzliche Absicherung bei einer Berufsunfähigkeit. So erhalten Arbeitnehmer die nach dem 01.01.1961 nur noch eine reduzierte Erwerbsminderungsrente, welche in drei Stufen unterteilt ist:

  • Arbeitnehmer die noch mindestens 6 Stunden pro Tag arbeiten können erhalten keine Leistungen.
  • Bei einer täglichen Arbeitszeit zwischen 3 und 6 Stunden wird die halbe Erwerbsminderungsrente gezahlt.
  • Wer keine 3 Stunden täglich arbeiten kann, erhält die volle Erwerbsminderungsrente.

Das große Manko dabei ist, dass betroffene Arbeitnehmer auf andere Tätigkeiten verwiesen werden können. Dabei ist es völlig unerheblich, ob es hierfür überhaupt offene Stellen gibt. Betroffene erhalten in diesem Fall statt einer Grundsicherung lediglich das Arbeitslosengeld II bezahlt. Doch selbst bei einer Bewilligung der Erwerbsminderungsrente fällt diese mit 30 bis 40 Prozent des letzten Einkommens eher gering aus. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung in jedem Falle zu empfehlen. Dies gilt im Übrigen auch für Personen, die eine unentgeltliche Tätigkeit ausführen, welche im Falle einer Arbeitsunfähigkeit nicht ohne zusätzliche Kosten zu ersetzen währen. So ist beispielsweise auch für Hausfrauen eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit durchaus sinnvoll. Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann entweder als einzelne Police wie auch in Kombination mit einer Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen werden.

Wieso ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich die finanzielle Lücke schließen, falls ein Arbeitnehmer seiner bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Auf diese Weise lässt sich der bisherige Lebensstandard beibehalten und ein sozialer Abstieg verhindern. Im Versicherungsfall zahlt die Assekuranz eine zuvor vereinbarte monatliche Rente. Dazu erfüllt die Berufsunfähigkeitsversicherung auch zur Sicherung der Familien- und Altersversorgung. Der Schutz geht weit über dem der Erwerbsunfähigkeitsversicherung hinaus, da in der Regel von einem Verweis auf anderweitige Tätigkeiten abgesehen wird. Da es sich hierbei jedoch um eine Summenversicherung handelt, wird im Gegensatz zu einer Schadensversicherung nicht automatisch der komplette finanzielle Schaden übernommen. Der Versicherungsnehmer erhält stattdessen eine vertraglich genau festgelegte Leistung ausgezahlt.

Berufsunfähigkeit Definition

In der Vertragsbedingungen der Versicherer kommen verschiedene Definitionen für eine Berufsunfähigkeit vor. So liegt eine Berufsunfähigkeit unter anderem dann vor, wenn der Versicherte aufgrund Krankheit, Kräfteverfall oder Körperverletzung nicht in der Lage ist, den vor Eintritt der Krankheit, Kräfteverfall oder Körperverletzung ausgeübten Beruf für eine Dauer von mindestens drei Jahren auszuüben. In einigen Fällen wird der Beruf noch mit dem Zusatz oder einer Tätigkeit, die aufgrund von Ausbildung und Erfahrung zumutbar wäre auszuüben.

In den älteren Versicherungsbedingungen wird zumeist auf den Prognosezeitraum von drei Jahren verzichtet und stattdessen von einem „voraussichtlich dauerhaften“ Zeitraum gesprochen. Nach Ansicht verschiedener Gerichte ist dies jedoch mit einem Zeitraum von drei Jahren gleichzusetzen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert die individuelle Leistungsfähigkeit des versicherten in Bezug auf seinen zuletzt ausgeübten Beruf ab. Versichert wird dabei der komplette oder teilweise Wegfall dieser Leistungsfähigkeit. Dabei wird der Leistungsanspruch in der Regel ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent begründet.

Klauseln bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie bei anderen Versicherungen gibt es auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung verschiedene Klauseln, durch die Leistungen eingeschränkt, erweitert oder erleichtert werden können. Durch leistungseinschränkende Klauseln versuchen die Versicherer besondere Risiken aus dem Versicherungsschutz auszuschließen. Dies gilt beispielsweise für Vorerkrankungen oder gefährliche Berufe. Es gibt jedoch auch Klauseln, die den Versicherungsschutz erweitern. So gibt es unter anderem bei Policen für Ärzte Klauseln, die eine Berufsunfähigkeit aufgrund von Strahlen oder Infektionen in den Leistungsumfang aufnehmen.

Weitere bekannte Klauseln sind die:

  • Dienstunfähigkeitsklausel, welche die Dienstunfähigkeit eines Beamten bzw. die Kündigung eines Beamten auf Probe aus gesundheitlichen Gründen ohne weitere Prüfung mit einer Berufsunfähigkeit gleichsetzt. Unterschieden wird dabei noch zwischen einer echten und einer unechten Dienstunfähigkeitsklausel.
  • Flugunfähigkeitsklausel, die besagt, dass der Verlust der Fluglizenz zu automatisch zu einem Leistungsanspruch führt. Es erfolgt kein Verweis auf eine anderweitige fliegerische Tätigkeit.
  • Klauseln für Schüler, Studenten oder Auszubildende
  • Klauseln für Hausfreuen
  • Optionsklauseln für Existenzgründer

Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt die vertraglich vereinbarte Rente, wenn der Versicherte aufgrund einer Erkrankung, Verletzung oder eines Kräfteverfalls, der zuletzt ausgeübten Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann. Dabei muss ärztlich nachgewiesen werden, dass mindestens eine 50-prozentige Berufsunfähigkeit vorliegt. Mit Anspruch auf die vereinbarten Leistungen werden in der Regel keine Beiträge mehr fällig.

Steht schon bei Beginn der Berufsunfähigkeit fest, dass diese über den Prognosezeitraum hinausgeht, werden die Leistungen sofort gezahlt. Andernfalls werden die Leistungen in der Regel erst nach Ablauf von sechs Monaten fällig. Einige Bedingungen sehen auch kürzere Prognosezeiträume vor, wodurch die ärztliche Feststellung einer Berufsunfähigkeit erleichtert wird. So besteht ein sofortiger Leistungsanspruch beispielsweise bereits bei einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Monaten. Je nach Versicherer ist sogar eine rückwirkende Zahlung der Rente für die ersten sechs Monate möglich.

Abstrakte Verweisung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die abstrakte Verweisung sieht vor, dass eine Versicherung die Leistung verweigern darf, wenn der Versicherte statt dem zuletzt ausgeübten Beruf noch eine andere Tätigkeit ausüben kann, die seiner Ausbildung oder bisherigen Lebensstellung entspricht. Nach Ansicht verschiedener Gerichte ist die Lebensstellung dann gewahrt, wenn sich das Einkommen durch eine anderweitige Tätigkeit nicht um mehr als 20 Prozent verringert. So kann beispielsweise ein Chirurg, nach Verlust eines Fingers noch eine ärztliche Beratertätigkeit ausüben. Ob er eine entsprechende Stelle findet, spielt dabei keine Rolle. Mittlerweile verzichten die meisten Versicherer in ihren Bedingungen auf eine solche abstrakte Verweisung. In älteren Verträgen ist diese jedoch noch sehr häufig zu finden.

Zu unterscheiden ist zudem zwischen der abstrakten und der konkreten Verweisung. Bei letzterer übt der Versicherte eine komplett neue Tätigkeit aus. Auf diese kann er verwiesen werden, wenn die in den Vertragsbedingungen aufgeführten Voraussetzungen erfüllt sind. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung haben solche Verweisungsklauseln auch große Bedeutung für die Erwerbsminderungsrente.

Gesundheitsprüfung bei Berufsunfähigkeitsversicherungen

Um das mögliche Risiko eines Versicherungsnehmers einschätzen zu können wird vor Vertragsunterzeichnung eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Dabei muss der Antragsteller verschiedene Fragen zu seinem Gesundheitszustand und den bestehenden Vorerkrankungen machen. Wer hier falsche Angaben macht bzw. bekannte vorhandene Risiken verschweigt muss mit späteren Sanktionen des Versicherers rechnen. Beispiele hierfür sind das Verschweigen von bestehenden Erkrankungen, einer Drogen- oder Rauschmittelabhängigkeit, stationären Behandlungen in den letzten 10 Jahren sowie anderweitige Untersuchungen oder Behandlungen in den letzten 5 Jahren. Seit Inkrafttreten des neuen Versicherungsvertragsgesetzes müssen Versicherte nur noch solche Umstände angeben, nach denen ausdrücklich gefragt wird. So muss also die Assekuranz entscheiden, welche Dinge anzeigepflichtig sind oder nicht. Die Pflicht zum Nachmelden besteht nicht mehr.

Mögliche Folgen für den Versicherten

Welche Sanktionen durch eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht begründet sind hängt in erster Linie davon ab, was verschwiegen wurde und ob dies fahrlässig oder vorsätzlich geschah.

  • Bei Arglist kann der Versicherer den Vertrag anfechten. Dadurch erlischen sämtliche Leistungsansprüche des Versicherungsnehmers.
  • Bei Vorsatz kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, womit die Leistungspflicht ebenfalls endet.
  • Bei grober oder einfacher Fahrlässigkeit kommt es darauf an ob es bei wahrheitsgemäßen Angaben zu einem Vertrag gekommen wäre oder nicht. Ist dies nicht der Fall so ergibt sich daraus ein Rücktrittsrecht des Versicherers und der Versicherungsnehmer verliert seinen Leistungsanspruch. Andernfalls hat die Assekuranz das Recht durch nachträgliche Klauseln den Versicherungsschutz einzuschränken. Alternativ kann auch ein Beitragszuschlag erhoben werden.

Versteuerung der Berufsunfähigkeitsrente

Wer eine Berufsunfähigkeitsrente bezieht, muss diese mit dem Ertragsanteil versteuern. Wie hoch dieser ausfällt, hängt immer davon ab, für welchen Zeitraum die Rente gezahlt wird. In der Regel endet diese mit Erreichen der Regelaltersrente. Die Faustregel ist, dass mit jedem Jahr in etwa ein Prozent der Rentenzahlung versteuert werden muss. Bei einer Restlaufzeit von 45 Jahren liegt der zu versteuernde Ertragsanteil bei 45 Prozent. Wird die Rente für eine Dauer von 30 Jahren gezahlt wären es 30 und bei 15 Jahren 16 Prozent. Wer also 30 Jahre vor Erreichen des regulären Rentenalters berufsunfähig wird und eine jährliche Rente von 25.000 Euro erhält, müsste hiervon einen Betrag von 7.500 Euro versteuern. (30 Prozent von 25.000 Euro).

Ausnahme bei steuerlich geförderten BU-Versicherung

Eine Ausnahme gilt, wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung als Baustein oder in Verbindung zu einer geförderten Altersversorgung abgeschlossen wurde. Handelt es sich dabei um eine betriebliche Altersvorsorge, bei denen die BU-Beiträge steuerfrei gestellt wurden, muss die komplette BU-Rente versteuert werden. Bei BU-Policen, die in Verbindung mit einer Basisrente abgeschlossen wurde gilt die sogenannte Kohortenversteuerung. Wer erstmals 2013 eine BU-Rente Bezug muss 66 Prozent des Rentenbetrages versteuern. Bei späteren Leistungseintritten steigt der Prozentsatz bis zum Jahr 2020 um jährlich 2 und danach um 1 Prozent, bis 2040 dann die komplette BU-Rente versteuert werden muss.

Was kostet die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie hoch die Prämie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ausfällt, hängt von einer Vielzahl verschiedener Kriterien ab. Hierzu gehören insbesondere das Eintrittsalter, die Berufsgruppe, Versicherungsdauer und das Alter, bis zu dem die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt werden soll.

Der Versicherungsnehmer kann bei Vertragsschluss vereinbaren, bis zu welchem Alter die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt werden kann. Maximal ist dies immer bis zur Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung möglich. Neu geschlossene Verträge sehen damit eine Zahlung bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres vor. Zusätzlich wird festgelegt, bis zu welchem Alter der Versicherungsfall eingetreten sein muss, damit noch ein Leistungsanspruch besteht. So ist es beispielsweise möglich eine Versicherungsdauer bis zum 55 Lebensjahr und eine Leistungsdauer bis zum 65. Lebensjahr zu vereinbaren.

Großen Einfluss auf die Versicherungsprämie hat der ausgeübte Beruf des Versicherungsnehmers. Dabei wurden nahezu alle existierenden Berufe anhand ihres Risikos in eine entsprechende Risikogruppe eingestuft. So ist das Risiko auf eine Berufsunfähigkeit bei Handwerkern, wie Dachdeckern oder Bauarbeitern  beispielsweise deutlich höher als in kaufmännischen Berufen wie z.B. Beamte . Entsprechend müssen Handwerker auch eine höhere Prämie bezahlen. Dazu kann die mögliche Versicherungsdauer bei Berufen mit einem hohen Risiko auf 55 oder 60 Jahre begrenzt werden. Die genaue Einteilung kann je nach Versicherer voneinander abweichen. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Versicherungsnehmer bei Vertragsschluss den richtigen Beruf versichert. Ansonsten kann der Versicherer den Vertrag anfechten oder von diesem zurücktreten. Dies gilt auch für den Fall, dass nachträgliche Veränderungen nicht an die Versicherung gemeldet werden.

Ein weiteres Kriterium ist das Eintrittsalter. Je jünger der Versicherte bei Vertragsschluss desto günstiger fällt auch die Prämie aus. Daher lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung besonders für Studenten und Auszubildende. Dazu spielt auch die geltende Karenzzeit eine Rolle. Diese gibt den Zeitraum an, der zwischen Eintritt des Versicherungsfalls und der Leistungserbringung liegt. Durch Vereinbarung einer längeren Karenzzeit verringert sich der Beitrag entsprechend. Zudem spielen natürlich auch der Gesundheitszustand und die bestehenden Vorerkrankungen eine Rolle. Einige Versicherer verlangen beispielsweise von Rauchern einen Beitragszuschlag.

Welche Leistungen können vereinbart werden?

Im Versicherungsvertrag können individuelle Leistungen vereinbart werden. Hierzu gehört in erster Linie die Höher der im Versicherungsfall zu zahlenden Rente. Diese sollte nach Möglichkeit zwischen 70 und 80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens betragen. Um die Inflationsrate auszugleichen, kann zudem für den Versicherungsfall eine automatische jährliche Rentensteigerung festgelegt werden. Sinnvoll ist zudem die Möglichkeit, die Höhe der Rente in regelmäßigen Abständen an veränderte Lebensbedingungen wie Heirat oder die Geburt eines Kindes anzupassen. Die meisten Versicherer bieten eine solche Nachversicherungsgarantie, ohne dass eine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Zudem können noch verschiedene Sondervereinbarungen wie der Verzicht auf eine abstrakte Verweisung vereinbart werden.

Worauf Versicherungsnehmer bei Berufsunfähigkeitsversicherungen achten sollten

Vor der Entscheidung für einen bestimmten Versicherer sollten die Leistungen und Vertragsbedingungen der verschiedenen Anbieter genau miteinander verglichen werden. Dabei sollte besonders auf die folgenden Punkte geachtet werden:

  • Verzicht auf eine abstrakte Verweisung
  • Leistungsanspruch bereits ab einer voraussichtlichen Berufsunfähigkeit von sechs Monaten.
  • Leistungen sollten direkt ab Eintreten des Versicherungsfalls erbracht werden.
  • Bei verspäteter Meldung der Berufsunfähigkeit sollte der Versicherer mindestens für die letzten drei Jahre Leistungen erbringen. Dies ist sinnvoll, da eine Berufsunfähigkeit oftmals erst verspätet erkannt wird.
  • Möglichkeit der zinslosen Stundung. Bis über die Anerkennung der Berufsunfähigkeit entschieden ist kann es einige Zeit dauern. In dieser Zeit ist der Versicherungsnehmer zumeist ohne Einkommen. Durch eine Stundung entgeht er der Gefahr, dass der Versicherungsschutz aufgrund ausbleibender Zahlungen erlischt.
  • Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung bei veränderten Lebensumständen wie Heirat oder Berufswechsel.
  • Begrenzung des Rücktrittsrechts seitens der Versicherung auf fünf Jahre oder kürzer.
  • Befristete Anerkenntnisse sollten klar geregelt sein. Dies gilt insbesondere für den Verzicht auf eine Nachprüfung bei befristeten Anerkenntnissen.
  • Garantierte Anpassung der Rentenzahlungen an die bestehende Inflationsrate.
  • Versicherer sollte auf § 19 des Versicherungsvertragsgesetzes verzichten. Ist dies nicht der Fall, kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten, wenn der Versicherter bei Vertragsschluss ein ihm unbekanntes Risiko nicht angegeben hat.
  • Versicherungsschutz sollte weltweit gültig sein
  • Verzicht auf Arztanordnungsklausel

Die Bedeutung der Gesundheitsfragen

Bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen zahlreiche Gesundheitsfragen beantwortet werden. Bei einer fehlerhaften Verantwortung droht der Verlust des Versicherungsschutzes. Je nach Gesundheitszustand und Vorerkrankungen muss der Versicherungsnehmer mit zusätzlichen Prämienaufschlägen rechnen. Zudem kann der Versicherer bestimmte Risiken vom Versicherungsschutz ausschließen oder im Extremfall die Vertragsannahme komplett ablehnen. Deshalb ist es ratsam, zunächst eine anonyme Risikovoranfrage an verschiedene Gesellschaften zu stellen. Auf diese Weise wird verhindert, dass eine Ablehnung in den verschiedenen Informationssystemen der Versicherungen gespeichert werden.

Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) bei BU-Versicherung

Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherungen herrscht zwischen den einzelnen Anbietern ein enormer Wettbewerb. Dies führt dazu, dass die Prämien der verschiedenen Tarife trotz teilweise deutlicher Leistungsunterschiede nur geringfügig voneinander abweichen. Für Versicherungsnehmer sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen deshalb von besonderer Bedeutung. Für einen Leistungsvergleich sind die Bewertungen von Ratingagenturen nur bedingt geeignet, da diese oftmals im Auftrag der Versicherungsbranche tätig sind.

Um neue Kunden zu gewinnen sind zahlreiche Versicherer dazu übergegangen, erweiterte Deckungszusagen auszusprechen. Was für den Versicherungsnehmer zunächst positiv ist kann sich jedoch schnell umkehren, wenn Versicherer die gemachten Zusagen nicht einhalten können. Dies gilt beispielsweise für neue Risiken wie einen Terroranschlag, für die bisher noch keine statistischen Daten vorliegen. Dazu kommt, dass viele Versicherer aufgrund des Wettbewerbs auf ihr Recht auf eine Prämienerhöhung verzichten. Dies führt dazu, dass Fehlkalkulationen nicht über einen steigenden Beitrag ausgeglichen werden können. Gerade bei Versicherern mit einem großen Vertragsbestand kann dies im schlimmsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Durch die Lösung eines Protektors genießen Versicherungsnehmer einen gewissen Grundschutz auf Basis einer garantierten Verzinsung.